Die Corona-Epidemie hat für die erste große Insolvenz in Deutschland gesorgt: Die angeschlagene Restaurantkette Vapiano ist zahlungsunfähig. „Aufgrund des drastischen Umsatz- und Einnahmenrückgangs ist zum heutigen Tag der Insolvenzgrund der Zahlungsunfähigkeit für die Vapiano SE eingetreten“, schrieb die Firma am Freitag. Die Restaurantkette war schon zuvor finanziell angeschlagen gewesen.

Drastische Umsatzeinbußen

Vapiano erlitt wegen den Beschränkungen im öffentlichen Leben drastische Umsatzeinbußen und erwartet einen weiteren Rückgang des Ergebnisses. „Zwischenzeitlich mussten aufgrund der Einschränkungen durch Covid-19 nahezu alle weltweit mehr als 230 Restaurants schließen“, schrieb Finanzvorstand Lutz Scharpe in der Pflichtmitteilung für die Börsen.

7000 Mitarbeiter vor unsicherer Zukunft

Vapiano betreibt über 230 Restaurants, beschäftigt mehr als 7000 Mitarbeiter. Was nun mit denen passiert, ist unklar. Vapiano kündigte an, „kurzfristig“ Anträge unter den von verschiedenen Regierungen in Europa angekündigten finanziellen Unterstützungsprogrammen im Rahmen der Covid-19 Krise zu stellen. Falls die Länder keine Hilfsgelder bezahlen, „wird Vapiano unverzüglich Insolvenzantrag für die Vapiano SE und, falls erforderlich, für wesentliche Tochtergesellschaften stellen“.