Wegen des Verdachts der Bestechlichkeit gegen zwei Mitarbeiter von Mercedes-Benz hat die Polizei Geschäftsräume des Autobauers durchsucht. Es gehe um zwei Beschuldigte, denen Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr vorgeworfen werde, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stuttgart am Dienstag. Informationen der „Bild“, wonach die beiden Mitarbeiter Lieferanten Aufträge zugeschustert und dafür eine Belohnung kassiert haben sollen, bestätigte der Sprecher auf Nachfrage nicht.
Die Durchsuchung habe schon vergangenen Donnerstag stattgefunden, sagte er weiter. Was dabei mitgenommen wurde, sagte er nicht. Mercedes teilte mit: „Wir sind in dem Fall Geschädigte und haben Anzeige erstattet.“ Der Konzern unterstütze die Behörden und äußere sich nicht weiter zu den laufenden Ermittlungen. Zur Schadenssumme äußerte sich Mercedes nicht. Man könne aber nicht bestätigen, dass es sich um einen der größten Bestechungsfälle im Konzern handle.
Laut Bild fand die Durchsuchung im Werk in Sindelfingen statt, wo 35 000 Beschäftigte tätig sind. Dort laufen zahlreiche Modelle wie E- und S-Klasse oder auch der EQS vom Band. Zudem befindet sich dort das Forschungszentrum des Konzerns sowie die Bereiche Entwicklung und Design.