Kommentar Rolf Obertreis zur schwierigen Lage an der Börse Große Sorgenfalten

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Frankfurt / Rolf Obertreis 08.12.2018

USA und China – es ist und bleibt vorerst das beherrschende Thema an der Börse. Die Stimmung unter den Händlern und Anlegern ist mittlerweile gerade in Deutschland so am Boden, dass Signale für eine Entspannung allenfalls für ein kurzes Aufatmen sorgen, den Trend aber nicht stoppen.

Entlastende Effekte verpuffen sofort wieder, wenn Trump twittert oder die USA wieder Attacken auf Peking fahren. Wie gerade mit der Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Telefon-Konzerns Huawei. Es ist nicht nur nach Ansicht von Börsianern ein weiteres Indiz für die tiefe Verstimmung zwischen Washington und Peking. 

Solange es keine klaren, weitreichenden Vereinbarungen zwischen den USA und China, aber auch zwischen den USA und Europa zur Beilegung des von Trump angezettelten Handelsstreits gibt, wird sich die Lage nicht beruhigen.

Die Ungewissheit über den Brexit, die Lage in Italien, mittlerweile auch die Konflikte in Frankreich belasten zusätzlich. All dies könnte mittelfristig auch auf die Konjunktur durchschlagen.  Es geht längst um eine langfristig bedenkliche Entwicklung.

An der Börse schaut man in die Zukunft. Die Sorgenfalten sind derzeit sehr groß. Dass sie wirklich wieder kleiner werden und sich die Mienen der Händler aufhellen könnten, ist in diesen Tagen nicht zu sehen.

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