Weil Verbraucherschützer im Zusammenhang mit dem Dieselskandal gegen den Mercedes-Benz klagen, beginnt am Dienstag vor dem Oberlandesgericht Stuttgart der Prozess. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen wirft dem Konzern im Kern eine bewusste Manipulation von Abgaswerten vor und will für betroffene Kunden Schadenersatz erstreiten.
Im vergangenen Jahr hatte der Verband deshalb eine Musterfeststellungsklage eingereicht. Diese ist eine Art „Einer-für-alle“-Klage: Der Verband zieht stellvertretend für die Autobesitzer vor Gericht - mit weniger Aufwand und Risiko für den Einzelnen.
Mehr als 2800 Mercedes-Kunden schlossen sich der Klage bis Ende Juni an. Würde den Kunden ein Recht auf Schadenersatz zugesprochen, müssten sie dieses aber selbst durchsetzen. Der Konzern hält die in Dieselklagen geltend gemachten Ansprüche laut einer Sprecherin für unbegründet. Das gelte auch für die Musterfeststellungsklage.