Kommentar Rolf Obertreis zum vermutlich steigenden Brotpreis Belastungen weitergeben

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Frankfurt / Rolf Obertreis 06.09.2018

Der Strukturwandel fällt jedem auf. In kaum einer anderen Branche ist er so gravierend und so sichtbar. Immer mehr kleine Bäckereien müssen aufgeben. In den Innenstädten sind sie kaum noch zu finden. Die Übergabe an Sohn oder Tochter ist heute kaum mehr ein Thema, nicht nur, weil der Arbeitseinsatz extrem hoch ist. Es fehlt auch das Geld für Investitionen.

Ketten dominieren mittlerweile das Bild. Sie richten sich auf Ballungszentren aus oder haben ganze Landkreise oder gar Bundesländer im Blick. Mehr als 800 Filialen betreibt der derzeit größte Filialbäcker in Deutschland. Wichtig sind auch Ableger in Supermärkten, direkt bei den Kassen.

Billig zieht auch beim Brot.  Selbstbedienungs-Discount-Bäckereien haben sich etabliert. Andererseits gibt es erfolgversprechende Nischen – etwa für Bio-Ware. Dort sind die Kunden bereit, für Brötchen oder Brezel mehr zu bezahlen.

So oder so – Brot wird generell teurer. Der extrem trockene Sommer und die damit verbundene Dürre und Ernteausfälle lassen die Getreidepreise deutlich steigen. Zusammen mit höheren Kosten auch für Personal und Transport belastet dies die Betriebe. Diese Belastung werden sie weitergeben (müssen). Kleinere eher als große, weil letztere solche Veränderungen besser auffangen können. Zum Jahresende werden die Bäcker die Preisschilder neu schreiben.

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