Kommentar Thomas Veitinger zu Uwe Hücks Wechsel in die Politik Aufgeben ist keine Option

Redakteur Thomas Veitinger
Redakteur Thomas Veitinger © Foto: Volkmar Könnecke
Stuttgart / Thomas Veitinger 05.02.2019

Hammer Typ“, „Mann voller Elan“, „...muss man den Hut ziehen“: Die Leserkritiken der Biografie „Volle Drehzahl“ des langjährigen Gesamtbetriebsratschefs von Porsche klingen begeistert. Uwe Hück steht für Geradlinigkeit und Klarheit mit der Präsenz eines aufgeblendeten 2,3-Tonnen-Cayennes. Aus schwierigen Verhältnissen boxte sich der gelernte Lackierer nach oben und verschaffte sich nicht nur mit Worten, sondern auch mit seinem eindrucksvollen Körperbau Respekt. Der Thai-Boxer brachte es fertig, auf einer Messe mit blauem Auge aufzutauchen. „Mit mir legt ihr euch besser nicht an“, war Hücks – oft erfolgreiche – Botschaft, verbal und nichtverbal. Für einen Sieg kämpfte er sogar Seit’ an Seit’ mit Vorstandschefs, wie Wendelin Wiedeking.

Dass so jemand in den Pforzheimer Gemeinderat wechselt, wirkt seltsam. Aber vielleicht ist es Hücks Weg, mehr zu erreichen. Vielleicht hat er weitreichende Pläne und versteht die Lokalpolitik als Einstieg in die große oder gar ganz große Politik, selbst wenn er mit einer eigenen Liste antritt. Zuzutrauen wäre einem, von dem der Spruch kommt: „Ein Trikot schwitzt nicht von allein.“

Wer Angst hat, Hück geht, weil bei Porsche etwas schief läuft, das er nicht verhindern kann, kann sich beruhigen: Aufgeben ist für Hück keine Option. Nach einem Kampf kommt bei ihm stets der nächste.

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