Mini-WM Weltmeister-Stimmung in Göppingen

Göppingen / Maximilian Haller 03.06.2018
Bei der 1. Göppinger Mini-WM traten am Wochenende 32 E-Jugendmannschaften gegeneinander an. In zwei Tagen spielten sie die komplette Fußballweltmeisterschaft durch.

Im Juni startet die Fußball-WM in Russland. Weltmeister-Stimmung kam bereits am Wochenende im Oberliga-Stadion des Göppinger Sportvereins auf. Dort fand die 1. Göppinger Mini-WM statt. Über zwei ganze Tag hinweg spielten 32 E-Jugend-Mannschaften die komplette Fußballweltmeisterschaft nach. Jedes Team bekam dabei ein WM-Teilnehmerland zugeteilt, dass es während des Turniers vertreten sollte.

Eröffnet wurde die Mini-WM von Landrat Edgar Wolff. Er nannte das Event „eine ganz tolle Idee von Staufen Plus“, dem Organisator der Mini-WM. Was die Jugend an diesem Wochenende erleben dürfe, sei etwas Besonderes. Gleichzeitig stelle es aber auch eine echte Herausforderung für die jungen Spieler da, die komplette WM nach-, beziehungsweise vorzuspielen. „Der Wert des Fußballspiels an sich steht im Vordergrund“, sagte Wolff. „Sport verbindet über Grenzen, über Länder, über Religionen hinweg.“

Familien unterstützen kräftig

Die Familien der jungen Spieler kamen am Wochenende zuhauf ins Stadion des Göppinger Sportvereins und unterstützten ihre Sprösslinge. Auf den Rängen wurde kräftig gejubelt, geklatscht und getrommelt. Familie Kirchhoff feuerte ihren Sohn Elias an, der zusammen mit dem 1. FC Eislingen Portugal repräsentierte. Für die Familie sei es wichtig, ihren Sohn bei seinen Spielen immer zu unterstützen. Sein Vater Karsten Kirchhoff sagte: „Wir sind ein Team, auch bei den Eltern.“

Nachdem den Mannschaften im April per Los ein WM-Teilnehmerland zugeteilt wurde, bekamen diese zusätzlich noch eine kleine „Hausaufgabe“. Jede Mannschaft sollte sich im Vorfeld mit ihrem jeweiligen Land auseinandersetzen und beispielsweise dessen Landessprache, FIFA-Rang und Anzahl der WM-Teilnahmen herausfinden. Die Ergebnisse hielten sie auf selbstgemachten Plakaten fest.

Insbesondere die SG Weinstadt hat sich ihre Rolle als Island zu Herzen genommen: Wie schon das isländische Nationalteam bei der EM 2016 machte die SG Weinstadt den sogenannten „Viking Clap“. Das rhythmische Klatschen, begleitet von „Huh“-Rufen kam beim Publikum gut an.

Bestes Wetter und gute Stimmung

Sonnige 28 Grad sorgten im Oberliga-Stadion für gute Stimmung. Die jungen Spieler mussten dabei hohes Durchhaltevermögen beweisen, denn sie spielten den Originalspielplan der „großen“ WM nach – in verkürzten Begegnungen. Am Samstag fanden die Vorrundenspiele statt, am Sonntag hieß es dann: Auf in die Endrunde. Der 1. SV Göppingen hatte sich auf das Turnier gut vorbereitet. Zwei mal pro Woche habe sich das Team zum Training getroffen. „Wir haben Eins gegen eins, Torschussübungen und Elfmeter in Eckenschießen geübt“, erzählte der elfjährige Jonas. Über Peru, das Land, dass ihnen zugeteilt wurde, wussten sie anfangs fast nichts, meint Mittelfeldspieler Giosuè. „Jetzt mögen wir es aber viel mehr.“

Die Jungs des 1. FC Eislingen waren vor der Mini-WM etwas nervös. Am Ende hat die Mannschaft dann aber doch den Weltmeistertitel geholt, „eine kleine Überraschung“ wie sie selbst sagen. Der Spielspaß stand für die Eislinger aber trotzdem im Vordergrund: „Gewinnen tut man eigentlich immer, auch wenn man verliert“, meint der elfjährige Kim. Wer die „große WM“ gewinnt, ist für die Kinder aber jetzt schon klar, das kann nur Deutschland sein.

Die finalen Vier

Auf dem vierten Platz landete Peru, vertreten durch den 1. SV Göppingen. Platz drei machte der TSV Weilheim, der als das englische Team an den Start ging. Der zweite Platz ging an Serbien. Das Land wurde vom VfL Kirchheim repräsentiert. Der 1. FC Eislingen machte bei der Mini-WM den ersten Platz. Der Weltmeistertitel ging damit stellvertretend an Portugal.

Der Fan-Preis ging an den TSV Köngen und die Schweiz.

Das beste Landesplakat lieferten Frankreich und der SG Holzmaden/Ohmden (SG Saurier).

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