Lieferkettenprobleme, Rezessionsängste, Klimawandel, Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg – die Zahl der Herausforderungen nimmt wahrlich nicht ab und deren langfristigen Auswirkungen sind noch nicht absehbar. Kurzfristiges Reagieren und Handeln reicht damit oft nicht mehr aus. Vielmehr zeigt sich die Notwendigkeit zum „nachhaltigen Wirtschaften“ immer mehr als absolute Grundvoraussetzung, um dem zu begegnen. Dies hat auch die Politik erkannt und fordert in immer mehr Bereichen und auf verschiedensten Gebieten mehr „Nachhaltigkeit“ ein – sei es bei Banken, Unternehmen oder bei Bürgerinnen und Bürgern. Nachhaltigkeit als das „Thema der Stunde“ werde uns immer stärker auf den Weg in die Zukunft begleiten, daran führe kein Weg vorbei, so sieht es der Vorstandssprecher der Volksbank Ulm-Biberach eG, Ralph P. Blankenberg.

Nachhaltigkeit wird seit Jahren großgeschrieben

Gleichzeitig verweist er darauf, dass das Ulmer Bankhaus bereits 2012 begonnen hat, das Thema konsequent in seine Strategie zu implementieren und in vielen Bereichen der Bank fest zu verankern. „Nachhaltiges Denken und Handeln unter klaren moralisch-ethischen Rahmenbedingungen bei gleichzeitigem solidem Wirtschaften gehören für uns untrennbar zusammen, um langfristig erfolgreich zu sein“, so der Vorstandssprecher. Die vielen positiven Rückmeldungen von Mitgliedern, Kunden, Geschäftspartnern und aus der Gesellschaft haben das seit 2020 klimaneutrale Kreditinstitut seither darin bestätigt, diesen Weg kontinuierlich weiterzugehen und auszubauen. Nicht nur als Unternehmen, sondern auch als Partner des regionalen Mittelstands sieht sich die Bank gefragt, wenn es darum geht, ihre Firmenkunden bei der Finanzierung und Umsetzung nachhaltiger Unternehmensführung zu begleiten oder ihren Privatkunden nachhaltiges Banking auf breiter Ebene anzubieten.

Die eigenen ethischen Wertvorstellungen stets im Blick

Bei der Geldanlage, den Eigenanlagen („Depot A“) sowie bei der Vergabe von Krediten und der Vermögensverwaltung ihrer Kundschaft achtet die Volksbank schon seit Jahren auf eine verantwortungsbewusste und nachhaltige Gestaltung und lässt diese auch auf die Einhaltung einer Vielzahl von Nachhaltigkeitskriterien im Rahmen eines ISS ESG-Ratings prüfen. „Wir sind uns der besonderen Rolle bewusst, die wir als Finanzinstitut beim Thema Nachhaltigkeit innehaben. Denn nicht zuletzt politisch gefordert, gilt es jetzt mehr denn je, Finanzströme zielgerichtet in eine nachhaltige, faire und verantwortungsvolle Wirtschaftstätigkeit zu lenken“, so der Vorstandssprecher und lenkt den Blick in Richtung Rating und Risikomanagement. Hier sei man als Bank immer mehr angehalten, die größten Risiken des Klimawandels, aber auch sonstige ökologische und soziale Trends und deren Folgewirkungen auf das Wirtschaftsgeschehen mit einzubeziehen. Auch das hat die Bank in Teilen der Gesetzgebung schon vorweggenommen, indem sie schon vor Jahren ihre ethischen Wertvorstellungen – ihre „No-Gos“ – in ihren Standardkreditverträgen zum festen Bestandteil werden ließ. „Immer mehr Kundinnen und Kunden berücksichtigen bei ihren Anlage- und Kreditentscheidungen ökologische, soziale und ethische Aspekte. Eine Entwicklung, die uns freut, und für die wir aufgrund unserer eigenen langjährigen Erfahrung, gemeinsam mit unseren Partnern im genossenschaftlichen Verbund, verschiedene Lösungen anbieten können“, erklärt Blankenberg.

Das Thema betrifft alle Bereiche der Bank

Der Nachhaltigkeitsaspekt zeigt sich dabei in vielen Facetten: Beispielsweise im Rahmen ihrer Wertpapierberatung, bei der die Bank schon vor der gesetzlichen Verpflichtung eine Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenz ihrer Kundinnen und Kunden eingeführt hat. Oder bei den neuen Girokontomodellen, die seit der Einführung des neuen HausbankModells in diesem Jahr klimaneutral verwaltet werden. Auch das 2020 erstmals aufgelegte bankeigene nachhaltige Online-Produkt, die VR ÖkoFinanzierung, zeigt eine deutlich nachhaltige Ausrichtung. Dabei möchte man es aber nicht belassen – vielmehr hält die Volksbank Ulm-Biberach an der kontinuierlichen Weiterentwicklung nachhaltiger Angebote fest. Das unterstreicht auch die Ankündigung des Vorstandssprechers, dass man aktuell mit der Bildung eines eigenen Fachbereichs „Nachhaltigkeit“ befasst ist – einem Expertenteam zur Koordination und Weiterentwicklung des Themas.