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Ulm / Obscura 06.07.2018
Filmemacher Stanislaw Mucha begibt sich auf einen Roadtrip durch die Kolyma-Region in Sibirien, wo sich in der Sowjetzeit unzählige Arbeitslager befanden.

Der Filmemacher Stanislaw Mucha bereist für Kolyma die gleichnamige Landstraße durch den tiefsten russischen Nordosten. Sie ist 2000 km lang und war einst Zentrum der Gulags, also des berüchtigten sowjetischen Straflagersystems. Als Verbindung ließ sie ein Netzwerk der Arbeiterlager entstehen, in denen Menschen unter schrecklichen Bedingungen ausgebeutet wurden. Millionen Arbeiter wurden dort gegen ihren Willen eingesperrt und viele mussten in der Kälte ihr Leben lassen. Eine ausführliche Aufarbeitung der Geschichte steht aber bis heute noch aus und die Zeit, in der noch Zeitzeugen oder deren direkte Nachfahren von den damaligen Gräueltaten berichten können, wird knapp. Doch gleichzeitig geht das Leben hier auch weiter

Am Oberlauf des russischen Flusses Kolyma und im Kolyma- und Tscherskigebirge gab es während des Kalten Krieges zahlreiche Arbeitslager, in denen Gefangene nach Gold und andere Mineralien schürfen mussten – Spitznamen wie „Tor zur Hölle“ für die Bucht von Magadan und „längster Friedhof der Welt“ für die 2.000 km lange Kolyma-Straße vom Ochotskischen Meer nach Jakutsk kommen schließlich nicht von ungefähr. In seiner Dokumentation „Kolyma - Straße der Knochen“ geht Regisseur Stanislaw Mucha auf Spurensuche in diesem Gebiet und stellt dabei fest, dass heutzutage von der langen, blutigen Geschichte der Region nicht mehr allzu viel zu spüren ist. Auf seiner Reise erlebt er allerlei Kurioses, trifft auf skurrile Gestalten und zeichnet so das Porträt einer sehr speziellen Region…

Kolyma läuft ab 05. Juni im Obscura Ulm

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