Ulm Darum lieben wir Grillen

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Ulm / Kerstin Auernhammer 07.08.2018
Es ist die ursprünglichste Art, Essen zuzubereiten: Grillen. Fünf Gründe, warum man Grillen einfach lieben muss.

1. JEDER KOMMT AUF SEINE KOSTEN

Der eine macht Feuer, der andere steckt den Stecker in die Steckdose, wieder andere drehen den Gashahn auf. Die Zubereitungsart, die wir als Grillen bezeichnen, ist überaus vielfältig. Oft ist die „richtige“ Form des Grillens eine Glaubensfrage. Während viele auf Holzkohle schwören („Der Geschmack ist einfach anders!“), gibt es eine Variante für Saubermänner („Gasgrills machen weniger Dreck und Arbeit!“) und sogar eine Alternative für den Frieden in der Nachbarschaft („Mit meinem Elektrogrill hat sich noch kein Nachbar bei mir über den Geruch beschwert!“). Wenn sich die – meist männlichen – Grillmeister über die richtige Technik unterhalten, können schon mal Freundschaften zu Bruch gehen („Ordentlich flüssigen Anzünder rein!“ – „Sag mal, hast du noch nichts von Anzündkamin gehört?“). Auch die Form des Objekts der Begierde bietet Anlass für Diskussionen: Soll es ein offener Schwenkgrill sein, ein gemauerter Gartenkamin, ein Kugelgrill oder vielleicht gar ein riesiger BBQ-Smoker? Am Schluss vertragen sich dann aber alle doch wieder und lassen sich die Köstlichkeiten von der Kohle (oder der Flamme oder was auch immer) schmecken.

2. GRILLEN IST GESELLIG

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Kaum jemand wirft den Grill für nur eine Person an. Zur Grillparty kommt gleich der ganze Freundeskreis. Während die Grillmeister mit Anzündutensilien und Zange um die Feuerstelle stehen und bei einem Bierchen auf die perfekte Temperatur warten, wird gefachsimpelt. Auch an der Beilagenfront wird oft gemeinsam gekämpft: Salate zupfen, Gemüse waschen und schnippeln: Mit Teamwork geht es viel schneller. Bei kaum einer Feier ist die Atmosphäre so entspannt wie bei einem Grillfest. Eventuell anwesende Kinder können ruhig noch ein bisschen spielen. Essen kommt gleich!

3. GEGRILLTES SCHMECKT EINFACH

Die Nähe des Garguts zur Hitzequelle bestimmt die Temperatur, beim direkten Grillen sind es bis zu 260 °C. Dadurch entsteht eine Kruste – und die sorgt dafür, dass Fleisch, Gemüse und alles andere, was so auf dem Grill landet, einfach lecker schmecken. Damit das dickere oder größere Grillgut wie ein ganzer Braten nicht verbrennt, sollte es nach dem scharfen Angrillen indirekt weitergegart werden – der Knackpunkt ist also, verschiedene Garzonen auf dem Grill zu schaffen.

4. DAS KÖNNEN SOGAR MÄNNER

Bevor jetzt Sexismus-Buhrufe kommen: Ja, auch Frauen können grillen, und ja, auch Männer können nicht grillen. Doch in vielen Familien und Freundeskreisen hat sich das altmodische Rollenmodell gehalten: Er grillt, sie macht Salat. Und Nachtisch. Und kümmert sich darum, dass alle etwas zu trinken haben. Und wäscht hinterher ab. Nachdem sie ja auch schon die Einladungen für die Party verschickt, IHM eine Erinnerung in den Kalender geschrieben und sich um den Einkauf gekümmert hat. Hach, Vorurteile sind doch was Schönes!

5. MAN KANN ALLES GRILLEN

Aber auch wirklich alles. Ob es hinterher schmeckt, ist eine andere Frage. Hand aufs Herz: Wer hat sich noch nicht gefragt, wie ein Schokoriegel vom Grill wohl schmeckt? Es sei an dieser Stelle verraten: heiß! Wer weniger auf Experimente steht, der kann in diesem Dossier viele Inspirationen finden. Süßes und Herzhaftes, Leichtes und Deftiges. Rezepte, die nicht ganz alltäglich sind. Kompositionen, bei denen allein der Anblick einem schon das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Einfaches, Schnelles und Aufwändiges in liebevoller Detailarbeit. Nachgrillen ausdrücklich erwünscht!

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