Unterstützung Kindersachen auf Berechtigungsschein

Das Förderkreis-Team (v.l.) hilft nicht nur werdenden Müttern in Not: Beate Thumm, Else Göbel, Marianne Ufrecht, Anita Müller, Rosi Hranjec, Lucia Gerum und Ursula Bürzle. Auf dem Foto fehlen Gisela Nitzer, Jonela Hermann, Deniz Safran und Karin Kreis.
Das Förderkreis-Team (v.l.) hilft nicht nur werdenden Müttern in Not: Beate Thumm, Else Göbel, Marianne Ufrecht, Anita Müller, Rosi Hranjec, Lucia Gerum und Ursula Bürzle. Auf dem Foto fehlen Gisela Nitzer, Jonela Hermann, Deniz Safran und Karin Kreis. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm / Von Birgit Eberle 05.01.2018

Am Anfang war die Garage. Das Hilfsprojekt startete vor 30 Jahren auf dem privaten Grund von Else Göbel in Einsingen. „Da haben wir begonnen, Erstausstattungen für Babys auszugeben“, erinnert sich Else Göbel. Die Idee, schwangere Frauen zu unterstützen, wurde vom Evangelischen Arbeitskreis und  acht CDU-Frauen geboren. Damals kristallisierte sich schnell heraus, dass nicht nur alleinstehende werdende Mütter Hilfe nötig hatten.

Das ist bis heute so geblieben. Deshalb  hat der „Förderkreis für werdende Mütter in Bedrängnis“ längst den Zusatz „und Familien in Not“ in den Titel mit aufgenommen. Und aus der Garage ist über Zwischenstationen nun ein richtiger Laden in der Ehinger Straße 19 geworden – in den ehemaligen Räumen der Tanzschule Moldering. Auf rund 120 Quadratmetern bietet der Förderkreis nicht nur gebrauchte Babyartikel, sondern auch Bekleidung und Spielsachen für Kinder an. Die gespendete Ware wird von den elf Förderkreis-Helferinnen sortiert, wenn nötig auf Zack gebracht.

Die Klientel kommt aus Ulm und dem Alb-Donau-Kreis. „Manche machen sich sogar aus Blaubeuren auf den Weg“, sagt Ursula Bürzle, Vorsitzende des Förderkreises. Wer dessen Hilfe in Anspruch nehmen will, benötigt einen Berechtigungsschein der Caritas, Diakonie oder der Stadt Ulm und muss sich vorher telefonisch anmelden. „Bis zu viermal im Jahr können uns Mütter oder Familien besuchen“, erzählt Beate Thumm, Kassiererin des Förderkreises. Im Durchschnitt seien es drei Besuche pro Jahr. „Das kommt ganz darauf an, wie alt die Kinder sind, ob sie gerade schnell wachsen“, sagt sie.

Nicht immer sind passende Kleidung und Schuhe vorrätig. „Wir haben etwa für Kinder im Kindergartenalter kaum Sachen. Gestern war ein Junge da, und ich habe ihm keine Schuhe geben können“, erzählt Rosi Hranjec. Damit manches Kind nicht leer ausginge, würden dringend benötigte Schuhe und Kleidung auf Basaren zugekauft.

„Wir sind unserem Vermieter für die erschwingliche Miete sehr dankbar. Und der Aktion 100 000 und Ulmer helft für die großzügige Spende im fünfstelligen Bereich. Sonst würde es uns schon lange nicht mehr geben“, sagt Kassiererin Thumm. Obwohl alle Mitarbeiterinnen ehrenamtlich dabei sind, seien pro Jahr 20 000 Euro notwendig, um den Laden am Laufen zu halten.

Hilfe für Schwangere und Familien: Was, wann, wo

Ausgabestelle Die Kleidung, Spielsachen und mehr werden in der Ehinger Str. 19 (beim Einkaufszentrum Ehinger Tor) gegen Vorlage eines Berechtigungsscheins ausgegeben. Eine telefonische Voranmeldung ist nötig: (0731) 94027285 und montags bis donnerstags von 14 bis 17 Uhr möglich.

Spenden in Form von Geld oder Sachen sind willkommen. Letztere sollten aber gut erhalten sein. Die Frauen müssen pro Jahr 4,5 Tonnen (!) kaputte Spenden im Müll entsorgen. Besonders benötigt wird Babyausstattung, Kleidung für Kindergartenkinder, Sportsachen, Matschausrüstungen, Winterkleidung und -schuhe (Gr. 50 bis 176), Schneeanzüge, außerdem Bücher und funktionsfähige  Elektronik, Spielzeug und Schulranzen. Bitte vorher anmelden: (0731) 94027285.

Für den Transport der Waren werden große, stabile Taschen gesucht. Vielleicht hat ein Unternehmen ja noch einen Posten übrig.

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