Der Kontrast könnte nicht schärfer sein. Während Wohlstandsfamilien an Wunschlisten, Dekoarrangements und Weihnachtsmenüs feilen, sind andere von Gänsebraten und Geschenken weit entfernt. Sie wissen nicht einmal, wie sie ihre Wohnung warm bekommen sollen. Oder schlimmer: Sie sind auch noch  schwer krank. Und damit im doppelten Sinn arm dran.

Kann das sein in einem Land mit einem solide gespannten,  engmaschigen sozialen Netz? Es kann! Mehrere Tausend Spendenanträge, die Jahr für Jahr vor Weihnachten bei der Aktion 100 000 und Ulmer helft eingehen, beweisen es. Wobei sie nur die Spitze des Eisbergs sind. Die ärgste Not spielt sich oft im Verborgenen ab. Die Menschen schämen sich ihrer Lage oder sind zu schwach, um auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen.

Dabei lohnt es sich, nach Hilfe zu fragen. Zumindest für Notleidende unter der halben Million Menschen, die in Ulm, Neu-Ulm und den beiden angrenzenden Landkreisen Alb-Donau und Neu-Ulm leben. Denn hier bemüht sich die Aktion 100 000 und Ulmer helft, diejenigen aufzufangen, die durchs soziale Netz gefallen sind. Alle Anträge werden eingehend geprüft.

Diese Benefiz-Initiative ist etwas ganz Besonderes. Weil sie fast 17 Millionen Euro in den vergangenen 50 Jahren gesammelt hat. Weil das Phänomenale an ihr ist, dass jeder gespendete Cent direkt an Bedürftige weitergegeben wird. Es gibt keine Verwaltungskosten, denn das Aktions-Team wird von den Arbeitgebern SÜDWEST PRESSE und Stadt Ulm für die Sonderaufgabe freigestellt. So erreicht der Wirkungsgrad die nicht zu übertreffenden 100 Prozent, was bei der Größe der Aktion 100 000 und Ulmer helft geradezu Ausnahmecharakter hat.

Rund 900 000 Euro sind in der vergangenen Spendenrunde gesammelt und an Menschen in Not weitergegeben worden. Deshalb herrscht nun fast Ebbe in der Kasse. Das Konto muss wieder gefüllt werden. Aktions-Organisationsleiter Karl Bacherle und seine „Aktionisten“ krempeln die Ärmel hoch und werfen die Spendentrommel an. Doch ohne die Unterstützung der Bürger in der Region ist das Team aufgeschmissen. Ob Firma, Verein, Familie oder Einzelperson: Machen Sie mit! Wir nehmen Sachspenden genauso gerne an wie Geld in allen Variatianten – vom australischen Dollar aus dem Urlaub über den Zehn-Euro-Schein bis zur Überweisung, analog oder online.

Die Hilfe der Aktion 100 000 und Ulmer helft wirkt unmittelbar: zeitlich und räumlich. Bereits vor Weihnachten werden rund 2000 Schecks an Bedürftige verschickt. Für Menschen, die das Schicksal extrem erbarmungslos getroffen hat, wird in den kommenden Wochen auf Sonderseiten extra zum Helfen aufgefordert. Benefiz-Finale wird Anfang Februar sein. Da bekommen Vertreter sozialer Institutionen ihre Spenden überreicht.

So beantragt man Unterstützung


Wer Hilfe von der Aktion 100 000 und Ulmer helft bekommen möchte, muss einen Spendenantrag ausfüllen. Er ist in den SÜDWEST PRESSE-Geschäftsstellen Ulm, Blaubeuren und Ehingen erhältlich. Monatliche Einkünfte und Belastungen müssen notiert sowie Leistungs- und Bewilligungsbescheide in Kopie beigefügt werden. Eine detaillierte Beschreibung der Notlage wird berücksichtigt. Wichtig: Die Hilfesuchenden müssen in Ulm, Neu-Ulm oder den Landkreisen Neu-Ulm und Alb-Donau leben. Alle  Daten werden vertraulich behandelt. Annahmeschluss ist Mittwoch, 27. November.

So tickt die regionale Spendeninitative


Schirmherren SÜDWEST PRESSE-Chefredakteur Ulrich Becker und der Ulmer OB Gunter Czisch repräsentieren die Aktion 100 000 und Ulmer helft bei offiziellen Anlässen.
Aktions-Team Organisationschef ist Karl Bacherle, seine Mitarbeiter(innen) sind  Angela Geiger, Bettina Jeretzky, Moritz Schwertschlager, Elke Faul, Annemarie Greco, Peter Behrendt, Tamina Mack und Birgit Eberle (Redaktion). Verantwortlicher bei der Stadt Ulm ist Wolfgang Hitzler.
Sachspenden Das Team freut sich über jede Unterstützung – egal ob Sachzuwendung oder zündende Idee für eine Benefiz-Veranstaltung. Das Team ist telefonisch erreichbar unter (0731) 156-201, 156-227 und 156-343 (Redaktion). E-Mails bitte an aktion100000@swp.de, Briefe in die Schaffnerstr. 24, 89073 Ulm.
Online Aktuelles, Hintergrundinfo und kompletter Terminkalender unter aktion100000.de