Wer kein Schwäbisch versteht, ist bei der „Saubachkome.de“ erstmal aufgeschmissen. Die fünf Mannsbilder auf der Bühne im Alten Theater faseln was von  „oba-doba“ und „onda-donda“, was von „henna-denna“, „hussa“ und „dussa“.

Selbst Nordlichter von „onda-donda“ haben ihren Spaß an der Comedy-Boygroup aus Äpfingen. Allein das Zuschauen ist zum Lachen. Sieht man Edgar und Alwin Hagel beim Bauch-Bumping zu, dem Ranzen-Tanz, bei dem Sixpack-Träger alt aussähen, bedarf’s keiner Worte. Auch nicht, wenn Egon Hagel, das Heddale (der Dünnste) der drei Brüder, als dauergrinsender und hinternwackelnder Alleinunterhalter von „Tonis toller Tanz-Terrine“ die Herzen für sich gewinnt.

Die überwiegend glatzköpfigen, stimm- und singgewaltigen Männer mit den Buchstaben BC im Autonummernschild (laut Eigenaussage soviel wie „Best Cardriver“) zeigen herrlich komische Szenen aus dem Alltag. Und das ist mehr als schmatzender Kartoffelsalat vom Partybuffet. „Wuschdsalat zum Frühstück“ heißt das Programm, das die „Saubachkome.de“ zugunsten der Aktion 100 000 und Ulmer helft aufführt.

Das durch „Alexis“ sprachgesteuerte Fahren ist genauso Thema wie der Thermomix: „Oi Minut länger, dann macht’s pffft ond dann kasch dein Salat saufa“ – egal, ob Banane-Rettich- oder Mango-Mangold-Gemisch.

Beistand von oben

Klar, dass so ein Programm Beistand von oben braucht. Den leistet ein Pfarrer (Alwin Hagel) bei der Beichte: „Schaust Du Filme, wo der Fleischeslust gefrönt wird?“ und bekommt zur Antwort: „Ja, I guck Grill den Henssler und Johann Lafer.“ Und was geplagte Ehefrauen und Lebenspartnerinnen zum Thema Männerschnupfen längst wissen, macht die Saubachkome.de jetzt öffentlich: „Eine Frau im Geburtsschmerz kann annähernd fühlen, wie es ist, wenn Mann mit Katarrh in den Wehen liegt.“ Bei den fünf Herren stimmt die Chemie. Mit ihrer  Mimik und Gestik haben sie das Publikum schnell im Sack. Es leidet sogar gerne mit, etwa wenn der Baumarktbesucher (Michael Ogger) gar nicht mehr mit Jammern aufhören will. Ihn  kümmert sein kürzlich gekauftes „Trompetenmaumerle“, das kurz vor dem Eingehen ist.

Die Texte sind aus den Tiefen des schwäbischen Seins gefördert. Paradebeispiel: die Ehrung eines Vereinsmitglieds von „Inkontinentia 1961“, das von einer Fahnenabordnung besucht wird und mit einer Flasche Wein („Verschnitt aus Trauben EU-ferner Länder, Lage Nordhang, Haltbarkeit bis morgen“) beglückt.

„Mir dädat gern oin dolasse. In gute Hände abzugeben!“: Am Ende des Abends lassen die Ober-Schwaben ihren Schorsch (Markus Burkhardt) auf Frauensuche durchs Publikum stolpern. Und bei dem vielen Gejohle und den Juchzern der Gäste hat man das Gefühl, manche hätten nicht nur Schorsch, sondern gleich alle fünf gern mit heimgenommen.