Caracas Venezuela feiert seinen Helden Limardo

Ruben Limardo wurde durch seinen Olympiasieg in Venezuela zum Helden. Foto: Sergei Ilnitsky
Ruben Limardo wurde durch seinen Olympiasieg in Venezuela zum Helden. Foto: Sergei Ilnitsky
dpa 02.08.2012
Venezuela feiert sein erstes Olympia-Gold seit 44 Jahren: Degenfechter Rubén Limardo ist mit seinem Sieg in London in seiner Heimat zum "Nationalhelden" geworden. Es ist die zweite Goldmedaille überhaupt in der Olympia-Geschichte des südamerikanischen Landes.

Nur dem Boxer Francisco Rodríguez gelang es, 1968 bei den Olympischen Spielen in Mexiko im Halbfliegengewicht für Venezuela Gold zu holen.

Staatschef Hugo Chávez ließ es sich nicht nehmen, Limardo persönlich in einem Telefonat zu danken. "Welch' ein Stolz, welche Freude, welche Emotion", sagte Chávez nach einem Gespräch mit dem Athleten, der den in Polen geborenen Norweger Bartosz Piasecki am Mittwoch im Finale mit 15:10 besiegte. Bei den olympischen Spielen 2008 in Peking hatte Venezuela lediglich eine Bronzemedaille geholt.

Limardo selbst zeigte sich überglücklich. "Seit dem ich (in London) angekommen bin, habe ich gesagt, ich bin hier, um die (Gold-)Medaille zu holen, und ich habe es geschafft." Den Sieg widmete der 26-Jährige seiner Mutter, die "im Himmel ist und ganz Venezuela". Die Zeitung "El Universal" schrieb: "Limardo hat Geschichte geschrieben."