• Drei Mal an drei verschiedenen Wochenenden treten die Kanzlerkandidaten vor der Bundestagswahl am 26. September 2021 in Triellen live im Fernsehen gegeneinander an
  • Am Sonntag, 29.08., fand der erste TV-Dreikampf mit den Kanzlerkandidaten Armin Laschet, Olaf Scholz und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock statt
  • Das zweite TV-Triell lief am Sonntag, 12.09. live im Fernsehen.
  • Am 19. September kam der finale Schlagabtausch der Kandidaten.
  • Vor der Wahl am 26.09. kommt die Schlussrunde: Am Donnerstag debattieren alle Spitzendkandidaten der Parteien.

ARD und ZDF: Weitere Sendung zur Bundestagswahl live im TV und Stream

Nach dem dritten Triell am Sonntag vor der Bundestagswahl haben sich die Kanzlerkandidaten den letzten Schlagabtausch geliefert. Doch Wählerinnen und Wähler können noch einmal vor der Wahl eine Debatte mit den Spitzenkandidaten sehen.
Am Donnerstag, 23.09.2021 folgt die Schlussrunde mit den Spitzenkandidaten und Kandidatinnen aller jetzt im Bundestag vertretenen Pateien in der ARD und im ZDF - drei Tage vor der Bundestagswahl 2021 in Deutschland. Moderiert wird die Sendung von Tina Hassel (ARD) und Theo Koll (ZDF).

Drittes TV-Triell am 19.09.2021: Prosieben, Sat1 und Kabeleins übertragen live

Das dritte und letzte Triell vor der Bundestagswahl 2021 läuft bei den privaten TV-Sendern Pro7, Sat.1 und Kabeleins. Die Kanzlerkandidaten treten eine Woche vor der Bundestagswahl also nochmal gemeinsam im TV auf. Wer stellt die Fragen und gibt es die Sendung auch online in der Mediathek?

Triell der Kanzlerkandidaten am 19.09. auch im Live-Stream: Uhrzeit und Moderatoren in der Mediathek

Das letzte TV-Triell im Wahlkampf um das Kanzleramt läuft am 19. September im Privat-Fernsehen. Alle Infos im Überblick:
  • Format: Talkshow „Triell“
  • TV-Übertragung: Prosieben, Sat.1 und Kabeleins
  • Livestream: Mediathek Joyn
  • Datum: Sonntag, 19.09.2021
  • Uhrzeit: 20.15 Uhr
  • Moderatoren: Linda Zervakis, Claudia von Brauchitsch

Wahlomat starten: Hier könnt ihr vor der Bundestagswahl das Online-Tool testen

Am 26. September ist es nach vier Jahren wieder soweit: Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, an diesem Tag Abgeordnete und Parteien für den Deutschen Bundestag zu wählen. Doch viele Wählerinnen und Wähler entscheiden sich erst kurz vor der Bundestagswahl 2021 für einen Kandidaten und eine Partei. Einige wissen sogar bis zu Wahltag nicht, für wen sie stimmen sollen. Ihnen könnte der Wahl-O-Mat helfen. Mit dem Online-Tool der Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb) können sie prüfen, welche Partei am ehesten ihre Interessen vertritt – und müssen sich nicht Hunderte Seiten Wahlprogramme durchlesen. Stattdessen werden ihnen 38 Thesen vorgestellt, denen sie per Mausklick entweder zustimmen, sie ablehnen oder sich enthalten können. Im folgenden Artikel geht’s zum Wahlomat:

Vor dem 3. Triell: Parteitage von Grünen und FDP

FDP und Grüne haben sich eine Woche vor der Bundestagswahl mit Parteitagen ein Fernduell um den richtigen Kurs in der Klimapolitik geliefert. Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock forderte in Berlin vor Delegierten entschiedenere Maßnahmen. „Wenn jetzt nicht alle Weichen auf Klimaschutz gestellt werden, dann landen wir in einer 2,7-Grad-Welt“, sagte Baerbock, die auch um Stimmen Unentschlossener warb. FDP-Chef Christian Lindner warnte vor einer Politik, die auf Verbote und Verzicht setzt statt auf modernere Technologien.
Beide Parteien könnten nach letzten Umfragen Juniorpartner in einer Regierung sein, die von der SPD unter Olaf Scholz oder der Union unter Armin Laschet geführt werden könnte. Die FDP will sich dabei eine möglichst starke Verhandlungsposition verschaffen und die Grünen noch überholen, mindestens aber den Abstand verringern.
Lindner kritisierte scharf Pläne der Grünen und nannte Lastenfahrräder als Beispiel. „Klimaschutz by Bullerbü wird aber niemals ein Exportschlager für die Welt sein“, sagte er und bezog sich damit auf das dörfliche Idyll in den Kinderbüchern Astrid Lindgrens. „German engineered Klimaschutz hingegen kann bei uns Jobs schaffen und woanders die Erderwärmung bekämpfen.“ Die Partei beschloss einen Wahlaufruf, der Ziele und Kurs der FDP in möglichen Koalitionsverhandlungen bestimmt.

Drittes Triell: NGOs fordern Debatte über Armut

Zehn Hilfs- und Entwicklungsorganisationen fordern eine stärkere Thematisierung der weltweiten Armut beim nächsten Wahlkampf-Triell. Die Kanzlerkandidaten Olaf Scholz (SPD) und Armin Laschet (CDU) sowie Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (Grüne) sollten bei der TV-Debatte am Sonntag dazu befragt werden, verlangten sie in einem am Freitag veröffentlichten gemeinsamen Aufruf an die Fernsehsender ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins.
Die Organisationen, unter ihnen One Deutschland, die Deutsche Welthungerhilfe, Oxfam und Save the Children, kritisierten, dass in den bisherigen TV-Triellen bei RTL und n-tv sowie ARD und ZDF Pläne zur Bekämpfung globaler Ungleichheit nicht Gegenstand der Debatte gewesen seien. Sie erklärten mit Verweis auf die UN-Nachhaltigkeitsziele für eine gerechtere Welt im Jahr 2030, die Wählerinnen und Wähler hätten ein Recht darauf zu erfahren, wie ernst es Baerbock, Laschet und Scholz mit Deutschlands Verantwortung in der Welt meinten.

Triell im Duden: Was bedeutet das Wort?

Momentan suchen über Google viele nach dem Suchbegriff „Triell Duden“. Da stellt sich die Frage, ob das Wort für den Dreikampf im TV überhaupt im Duden steht. Und tatsächlich ist es dort nicht zu finden. Es ist also eine neue Erfindung und offentsichtlich aus Wort Duell – einem Fremdwort für Zweikampf – abgeleitet.

TV-Trielle zur Bundestagswahl: Kanzlerkandidaten debattieren live im Fernsehen

Es wird spannend vor der Bundestagswahl 2021: Eine Koalition mit der Linken schloss Kandidat Olaf Scholz erneut nicht ausdrücklich aus. „Die Erfahrung zeigt, dass nach der Absage an eine Koalition die Frage nach der nächsten folgt“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ auf die Frage, warum er nicht klar Nein sage zu einem Bündnis mit der Linken. „Und irgendwann diskutiert das Land nicht mehr über das Wohl des Landes, sondern die Ränke von Parteien.“ Er sei überzeugt: „Jede Regierung in Deutschland muss sich ganz klar zur transatlantischen Partnerschaft bekennen, zur Mitgliedschaft in der Nato und zu einer starken und souveränen Europäischen Union. Dazu, dass wir solide mit dem Geld umgehen und dass die Wirtschaft wachsen muss. Und dass die Sicherheit im Inneren gewährleistet wird.“ All diese Punkte seien für ihn unabdingbar.
Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock ließ Zweifel erkennen, ob es zu einer gemeinsamen Regierung mit der Linkspartei kommen kann. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag) sagte sie: „Die Linkspartei hat am Mittwoch im Bundestag zu meinem Entsetzen noch einmal verdeutlicht, dass sie außenpolitisch nicht handlungsfähig ist.“ Die Linksfraktion hatte sich bei der Abstimmung über das Evakuierungs-Mandat der Bundeswehr für Afghanistan mehrheitlich enthalten, es gab aber auch Ja- und Nein-Stimmen. Baerbock sagte nun: „Einem Bundeswehr-Mandat die Unterstützung zu verweigern, obwohl es um die Rettung von Menschen in höchster Not geht - mit einem solchen Agieren ist die Linke dabei, sich selbst auszuschließen.“
Der CDU-Kanzlerkandidat im Porträt Final Countdown für Armin Laschet

Berlin

Baerbock forderte erneut einen fairen Umgang im Wahlkampf. Generell schätze sie Laschet für seine Bodenständigkeit. Auf die Frage, was sie an Scholz möge, entgegnete die Grünen-Chefin: „Seine Ruhe nach außen und nach innen.“Grünen-Co-Chef Robert Habeck rechnet damit, dass Baerbock bei dem TV-Triell Boden gut machen kann. „Sowohl Olaf Scholz als auch Armin Laschet wollen die Ära Merkel im politischen Habitus verlängern. Tunlichst keine Antworten geben, Politik möglichst entpolitisieren“, sagte er der „Welt am Sonntag“. Das passe nicht zur gesellschaftlichen Stimmung, die von großer Unruhe und Orientierungslosigkeit geprägt sei. „Gerade in den TV-Triellen wird Annalena Baerbock deshalb mit ihrer Schlagfertigkeit und ihrer Energie punkten können.“

Umfragen zur Bundestagswahl 2021: Wie läuft es für Scholz und Laschet?

In einer unmittelbar nach dem zweiten TV-Triell veröffentlichten Forsa-Umfrage macht die CDU/CSU erstmals wieder etwas Boden gut. Im RTL/ntv-Trendbarometer kommen CDU und CSU jetzt auf 21 Prozent - zwei Punkte mehr als in der Vorwoche. Die SPD bleibt mit 25 Prozent stabil und weiter vorn. Bei der Kanzlerpräferenz legt Laschet zwar ebenfalls um zwei Punkte zu, bleibt aber mit 11 Prozent abgeschlagen hinter SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (30 Prozent) und der Grünen-Konkurrentin Annalena Baerbock (15 Prozent).
Nach dem zweiten Fernseh-Triell der drei Kanzlerkandidaten vom Sonntag lieferten sich am Montagabend die Spitzenkandidaten von FDP, Linke, CSU und AfD ebenfalls ein TV-Duell. In der teils hitzigen Debatte in der ARD wurde in der Außen- und Sicherheitspolitik deutlich, dass es kaum eine Grundlage für eine Beteiligung der Linken an einer SPD-geführten Koalition gäbe. Während Scholz von jedem möglichen Koalitionspartner ein klares Bekenntnis zur Nato verlangt, sagte die Linke-Vorsitzende Janine Wissler: „Wir wollen die Nato auflösen und überführen in ein kollektives Sicherheitsbündnis.“
Trotzdem machte sich Wissler für Rot-Rot-Grün stark: „Wenn es am 26.9. eine Mehrheit gibt für SPD, Grüne und Linke, eine rechnerische, dann sollten wir ernsthaft darüber reden, wie wir einen Politikwechsel gestalten können.“
Eine Woche vor der Bundestagswahl gibt sich Unionskanzlerkandidat Armin Laschet trotz anhaltenden Rückstands in den Umfragen weiter zuversichtlich. „Das ist eine sehr knappe Wahl, ein sehr knappes Rennen“, sagte Laschet am Samstag am Rande einer Wahlkampfveranstaltung der CDU im nordrhein-westfälischen Delbrück-Steinhorst vor Journalisten.
In seiner Rede vor rund 500 CDU-Anhängern sagte er: „Jetzt haben wir noch acht Tage Zeit, und wir spüren alle, da bewegt sich was.“ Er unterstrich seine kritische Haltung zu Wahlumfragen. „Umfragen sind Umfragen - jeden Tag eine neue Klickumfrage.“ In diesen Umfragen seien eine ganze Menge Menschen nicht erfasst. „Aber am nächsten Sonntag wird nicht geklickt, da wird ein Zettel ausgefüllt. Da wird dann abgestimmt und dann werden auch die vielen, die man meistens nicht fragt, ihre Stimme artikulieren können.“