Der Zweiteiler „Süßer Rausch“ nimmt die ZDF-Zuschauer mit in eine italienische Traditionsbrennerei. Er erzählt die Geschichte dreier Frauen, die über die Liebe zu einem Mann unweigerlich miteinander verbunden sind. Nach dem ersten Film „Die Familie“ folgt am Montag, 17.10.2022, direkt Teil 2 „Das Erbe“.
  • Wann läuft „Süßer Rausch“ im ZDF?
  • Ist der Zweiteiler in der ZDF-Mediathek verfügbar?
  • Wer sind die Darsteller?
Alle Infos rund um Sendetermine, Mediathek, Handlung, Kritik, Besetzung und Drehorte findet ihr in diesem Artikel.

Die Sendetermine des ZDF-Zweiteilers „Süßer Rausch“

Das Drama „Süßer Rausch“ besteht aus zwei Filmen, die an zwei aufeinanderfolgenden Abend im ZDF gezeigt werden. Die Ausstrahlung erfolgt jeweils zur Primetime. Eine Wiederholung wurde nicht angekündigt.
Die Sendetermine und Sendezeiten im Überblick:
  • Teil 1 „Süßer Rausch: Die Familie“: Sonntag, 16.10.2022, um 20:15 Uhr
  • Teil 2 „Süßer Rausch: Das Erbe“: Montag, 17.10.2022, um 20:15 Uhr

Sind „Die Familie“ und „Das Erbe“ in der ZDF-Mediathek verfügbar?

Wer die Filme verpasst hat oder nur an einem der Sendetermine vor dem Fernseher sein kann, hat Glück. Bereits seit dem 09.10.2022 stehen beide Teile des Films in der ZDF-Mediathek zur Verfügung. Für etwa ein Jahr kann man sowohl „Süßer Rausch: Die Familie“ als auch „Süßer Rausch: Das Erbe“ dort streamen.

Worum geht es in „Süßer Rausch“?

Das Familiendrama „Süßer Rausch“ handelt von drei Frauen, die alle denselben Mann lieben – wenn auch auf unterschiedliche Weisen. Die erste ist Karls Zwillingsschwester Julia, eine trockene Alkoholikerin, die sich vom Familienbetrieb, einer Traditionsbrennerei, abgewandt hat. Mit seiner ersten Frau Constanze fühlte Karl sich auch nach der Scheidung eng verbunden. Karls jetzige Frau Ricarda steht ihm im Hintergrund diskret bei allen wichtigen Entscheidungen bei. Allerdings hält sie vor ihm ihre neu aufgeflammte Krebserkrankung geheim. Auf dem Fest anlässlich Julias und Karls 60. Geburtstages stirbt der Mann, der die Familienbande zusammenhielt, überraschend. Das führt dazu, dass lang geheime Verstrickungen und Geheimnisse an die Oberfläche treiben. Aber auch neue Konflikte entstehen, denn Karl hinterlässt statt eines gültigen Testaments ein uneheliches Kind. Das Familienchaos hat außerdem auch längst die nächste Generation erreicht. Affären, Missbrauch und Geheimnisse treiben auch die Kinder von Julia und Ricarda um. Die emotionalen Verletzungen in der Familie sind weitreichend. Doch weder Constanze noch Julia oder Ricarda sind wirklich bereit, auch nur einen Schritt aufeinander zuzugehen.
Julias Sohn Jakob möchte endlich wissen, wer sein Vater ist. Gibt Julia ihr großes Geheimnis preis?
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© Foto: ZDF / Massimo Fabris

Die Kritik zu „Süßer Rausch“ – Lohnt sich das Einschalten?

Bevor sie zwei Abende vor dem Fernseher verbringen, wollen viele Zuschauer lieber schon einmal wissen, wie der Film bewertet wird.
Lohnt sich das Einschalten beim Zweiteiler? Rainer Tittelbach von „tittelbach.tv“ findet: Ja! Ihm zufolge gelingt es Autor Sathyan Ramesh, dem wohlbekannten Familiendrama-Muster „äußerlich perfekt“ und „innerlich tief zerrissen“ ungewöhnliche und reizvolle Aspekte abzugewinnen. Die Filme seien leichtfüßig und ironisch, obwohl das Familiendrama im besten Sinne melodramatische Züge trage. Er ist sich sicher, dass die Handlung das Publikum mitreißen werde. Die Gründe dafür: „Die Charaktere wecken Interesse, die Interaktionsszenen und die Dialoge sind mitunter zum Zungeschnalzen, die Schauspieler formidabel.“ Sein Fazit zu „Süßer Rausch“: Regisseurin Sabine Derflinger hat ein opulentes Werk geschaffen – und alle Gewerke haben eindrucksvoll mit dazu beigetragen, dass das Production Value nicht nur die Sinne des Zuschauers stimuliert, sondern auch der Geschichte Sinn gibt.“
Harald Keller von „epd-film.de“ sieht das etwas anders. Er vergleicht den Zweiteiler an vielen Stellen mit dem Film „Das Erbe der Guldenburgs“. Hinsichtlich der Handlung schreibt er: „Um von den Schmerzen und Nöten der Schönen und Reichen zu erzählen, wird einiges pastos aufgetragen.“ Als spielerisch überzeichnete und verdrehte Variante der Wirklichkeit ließe sich „das Gebräu“ seiner Meinung nach eventuell hinnehmen. „Aber zum gar nicht so guten Schluss ersinnt Schöpfer Ramesh noch einen Fall von Selbstjustiz, beschreibt ihn als unumgänglich, lässt ihn ungestraft. Da wird die Verantwortung des Erzählers einem schäbigen Knalleffekt geopfert.“

Die Besetzung von „Süßer Rausch“ im Überblick

Im Mittelpunkt des Zweiteilers stehen die drei Frauen Constanze, Julia und Ricarda. Dargestellt werden diese von Désirée Nosbusch, Suzanne von Borsody und Leslie Malton, die diesen Film zu einem Ereignis machen. Wer sonst noch im Cast von „Süßer Rausch“ ist, seht ihr in der Besetzungsliste.
Rolle – Schauspieler
  • Ricarda Preus – Désirée Nosbusch
  • Julia – Leslie Malton
  • Constanze – Suzanne von Borsody
  • Karl Preus – Sven-Eric Bechtolf
  • Hans – Rainer Bock
  • Robert – Hilmi Sözer
  • Simone – Lilly Charlotte Dreesen
  • Marguerite – Antonia Bill
  • Urban – Anton Spieker
  • Jakob – Hannes Wegener
  • Lilly – Alina Levshin
  • Dorothea – Susanne Wuest
  • Richter Reger – Jörg Schüttauf
  • Journalist Gerlich – Helmfried von Lüttichau
  • Constanzes Mutter – Marie Anne Fliegel
  • Psychologe Litzmann – Oliver Mommsen
  • Dr. Eggert – Teresa Harder

Das ist der Drehort von „Süßer Rausch“

Nachdem man einen Film gesehen hat, kommt bei vielen Zuschauern die Frage nach dem Drehort auf. Wo wurde das ZDF-Drama gedreht? Der Zweiteiler „Süßer Rausch“ wurde von Mai bis Juli 2021 in Bassano, in der Region Venetien in Italien gedreht.
Hauptschauplatz ist dabei die Poli Distillerie in Schiavon. Der Inhaber Jacopo Poli sagte laut „Spirituosen Journal“ über die Kooperation, dass der Film dazu beitrage, die Werte eines Familienunternehmens zu vermitteln. „Überdies werden Interessen erweckt, nicht nur für Grappa, sondern auch die Reiselust, dank der schönen dargestellten Orte. Dies bietet effektive Chancen, die Region wirtschaftlich und touristisch aufzuwerten“, so Poli und fügte hinzu: „Außerdem wird der Zweiteiler während der Brennzeit ausgestrahlt, die beste Zeit für einen Brennereibesuch.“