Die deutschen Bahnrad-Weltmeisterinnen Lea-Sophie Friedrich (Dassow) und Emma Hinze (Cottbus) haben das olympische Finale im Teamsprint erreicht. Ihnen ist bereits Silber sicher. Das Duo qualifizierte sich im Vorlauf gegen die Ukrainerinnen Ljubow Bassowa und Olena Starikowa in der deutschen Rekordzeit von 31,905 Sekunden für das Rennen um Gold bei den Olympischen Spielen in Tokio. Im Finale treffen sie nun auf die Chinesinnen Bao Shanju und Zhong Tianshi, die in 31,804 Weltrekord fuhren.

Friedrich und Hinze: Deutscher Bahnrad-Rekord

Lea-Sophie Friedrich und Emma Hinze verbesserten gleich zweimal am Montag den deutschen Rekord. Die alte Bestzeit hielten Rekord-Weltmeisterin Kristina Vogel und Miriam Welte. Friedrich und Hinze hatten bei der WM 2020 in Berlin zusammen mit Pauline Grabosch (Erfurt) Gold gewonnen.

Weltrekord für deutschen Bahnrad-Vierer

Der Vierer der Frauen hat bei den olympischen Bahnrad-Wettbewerben sensationell einen Weltrekord aufgestellt. Franziska Brauße (Eningen), Lisa Brennauer (Durach), Lisa Klein (Erfurt) und Mieke Kröger (Bielefeld) fuhren am Montag in Izu in der Qualifikation in 4:07,307 Minuten und verbesserten damit die alte Fabelzeit der britischen Frauen um fast drei Sekunden.
Damit hat das deutsche Team gute Chancen, das Finale der zwei besten Mannschaften zu erreichen. In der nächsten Runde reicht dafür ein Sieg gegen die Italienerinnen, die in der Qualifikation fast vier Sekunden langsamer waren. Am ehesten kam noch die britische Mannschaft (4:09,022) an die deutsche Zeit heran.
Als die Weltrekordzeit im Izu Velodrome gestoppt wurde, ballte Brennauer unter dem großen Jubel der rund 1000 Zuschauer die Faust. Im Gegensatz zu den Wettbewerben in Tokio sind in Izu Zuschauer erlaubt. „Ich muss gleich weinen“, sagte ZDF-Expertin Kristina Vogel. Die nächste Runde wird am Dienstag (8.30 Uhr MESZ) ausgetragen.