Nicole Anyomi machte bei der Frauen-Fußball-EM in England auf sich aufmerksam. Obwohl die 22-Jährige bei ihrem Verein Eintracht Frankfurt im Sturm spielt, wurde sie im dritten Gruppenspiel gegen Finnland als Rechtsverteidigerin eingewechselt. Anyomi brachte viel Schwung ins Spiel und traf schließlich zum 3:0-Endstand. Im Finale durfte sie dann in einer offensiveren Rolle auflaufen und wusste zu überzeugen. Doch der Traum ist am Ende geplatzt, die deutschen Frauen sind diesmal nicht Europameister geworden. Bleibt nur noch die Vorfreude auf das nächste Turnier: Die WM 2023.
Vorher gilt es für Anyomi, in der Saison der Frauen-Bundesliga 2022/23 gute Leistungen zu zeigen.Doch wie kam Anyomi in diese Fußballwelt? Wie war bisher ihre Karriere? Und: Was ist über ihr Privatleben bekannt? Hier alle wichtigen Infos auf einen Blick.

Gehalt, Geschwister, Wohnort, Instagram: Das ist Nicole Anyomi

Alle Fakten zu Nicole Anyomi auf einen Blick:
  • Name: Nicole Anyomi
  • Alter: 22
  • Geburtstag: 10. Februar 2000
  • Sternzeichen: Wassermann
  • Geburtsort: Krefeld, Deutschland
  • Geschwister: 2 Brüder - Romel Seena Anyomi (Innenverteidiger, TSV Meerbusch II), Dennis Anyomi
  • Staatsangehörigkeit: Deutsch
  • Größe: 168 cm
  • Beruf: Fußballerin
  • Position: Sturm
  • Verein: Eintracht Frankfurt (seit 2021)
  • Vertrag bis: 30.06.2024
  • Marktwert: 50.000 Euro
  • Beziehungsstatus: unbekannt
  • Kinder: unbekannt
  • Gehalt: ca. 40.000 Euro/Jahr
  • Instagram: n7coleanyomi
Deutschlands Nicole Anyomi (M) jubelt mit dem Team nach ihrem 0:3 gegen Finnland bei der Frauen-EM.
Deutschlands Nicole Anyomi (M) jubelt mit dem Team nach ihrem 0:3 gegen Finnland bei der Frauen-EM.
© Foto: Sebastian Gollnow

Lebenslauf und Karriere: So kam Nicole Anyomi zum Fußball

Nicole Anyomi begann ihre Karriere als Jugendspielerin des SuS Krefeld und wechselte über Borussia Mönchengladbach im Sommer 2014 in die B-Jugend der SGS Essen. Hier kam sie zu ihrem ersten Einsatz in der B-Juniorinnen-Bundesliga. Im Oktober 2016 feierte die Stürmerin dann ihr Debüt in der Frauen-Bundesliga gegen den 1. FFC Turbine Potsdam. Von da an nahm ihre Karriere Fahrt auf, erfuhr allerdings eine herbe Dämpfung, als sie sich beim DFB-Pokalfinale 2019/20 gegen den VfL Wolfsburg einen Bruch des Steißbeins zuzog und daraufhin verletzt eine längere Zeit fehlte. 2021 wechselte Anyomi dann zu Eintracht Frankfurt, wo sie einen 3-Jahres-Vertrag unterschrieb.
Nachdem Anyomi mehrere U-Nationalmannschaften durchlaufen hatte, dauerte es nicht lange, bis sie auch in die A-Nationalmannschaft berufen wurde. Am 21. Februar 2021 wurde sie beim Spiel gegen Belgien in der 61. Minute für Klara Bühl zu ihrem ersten A-Länderspiel eingewechselt.
Der Höhepunkt ihrer Karriere war dann die Teilnahme an der Frauen-EM 2022 in England und der Einzug ins Endspiel. Im dritten Gruppenspiel gegen Finnland wurde Anyomi in der 46. Minute für Giulia Gwinn eingewechselt und erzielte in der 63. Minute das Tor zum 3:0-Endstand.

Gehalt von Nicole Anyomi: Was verdienen Fußballerinnen?

Genaue Zahlen sind öffentlich nicht über die Gehälter im Frauenfußball bekannt. Klar ist aber, dass sie deutlich weniger verdienen als die Männer. Beim VfL Wolfsburg verdienen die Frauen wohl am besten im Vergleich mit anderen Vereinen in der Frauen-Bundesliga. Man kann davon ausgehen, dass Nicole Anyomi über 40.000 Euro im Jahr verdient. Hinzu kommen dann noch Prämien, die die Spielerinnen bei bestimmten Erfolgen erhalten.

Nicole Anyomi: Herkunft ihrer Eltern

Nicole Anyomi wurde am 10. Februar 2000 in Krefeld geboren. Anyomis Vater stammt aus Togo, ihre Mutter aus Ghana. Sie hat zwei Brüder. 2020 machte sie ihr Abitur.

Nicole Anyomi privat: Hat sie Freund oder Freundin?

Über das Privatleben und insbesondere das Liebesleben von Nicole Anyomi ist nichts öffentlich bekannt. Auch auf ihrem Instagram-Kanal lässt sie dahingehend nichts durchblicken.

Nach der EM in England: Debatte um Equal Pay im Frauenfußball

Nach dem großen Erfolg der Frauen-Fußball-Europameisterschaft in England wurde die Debatte um faire Bezahlung für Fußballerinnen entfacht. Prominente Politiker wie Bundeskanzler Olaf Scholz haben sich für gleiche Bezahlung eingesetzt. Und auch die UEFA stellt fest: Frauenfußball gewinnt an Wert. Einer neuen Studie zufolge wird sogar erwartet, dass sich der kommerzielle Wert des Frauenfußballs in den nächsten zehn Jahren versechsfachen und einen jährlichen Wert von 686 Millionen Euro erreichen könnte.
Die DFB-Frauen erhielten für ihren zweiten Platz nach der Niederlage im EM-Endspiel von Wembley gegen England jeweils 30 000 Euro. Für den Titel hätte es 60 000 Euro gegeben. Die Männer hätten bei einem EM-Triumph 2021 jeweils ein Preisgeld von 400 000 Euro erhalten. Es wird gefordert, dass zumindest die Prämien in großen Turnieren angeglichen werden.

Giulia Gwinn, Merle Frohms, Lena Oberdorf & Co.

Weitere Porträts zu den Spielerinnen des deutschen Nationalteams gibt es hier: