Sendeplatz verloren Kein Donnerstagskrimi mehr aus Tel Aviv

Katharina Lorenz und Samuel Finzi bei Dreharbeiten in Tel Aviv. Foto: Yoni Hamenahem /TV60Film
Katharina Lorenz und Samuel Finzi bei Dreharbeiten in Tel Aviv. Foto: Yoni Hamenahem /TV60Film © Foto: Yoni Hamenahem /TV60Film
Berlin / DPA 28.08.2018

Der Donnerstag ist im Ersten ein Krimi-Tag - künftig allerdings ohne Fälle aus Tel Aviv. Die ersten beiden waren im März 2016 zu sehen.

Der dritte und der vierte mit Katharina Lorenz als Kommissarin Sara Stein, die der Liebe wegen aus Berlin nach Israel gezogen ist und in Tel Aviv Verbrecher jagt, folgte im vergangenen Herbst. Weitere Episoden soll es auf dem Sendeplatz aber nicht mehr geben, wie die ARD Degeto auf Anfrage mitteilte. Wo der Krimi aus Tel Aviv künftig stattdessen gezeigt wird, wurde nicht mitgeteilt.

Auch Angaben dazu, ob Katharina Lorenz und Samuel Finzi als ihr israelischer Kollege Jakoov Blok dabei bleiben und Matthias Tiefenbacher weiter Regie führt, gab es nicht. Die Einschaltquoten für die beiden jüngsten „Tel-Aviv-Krimi“-Folgen waren mit 4,47 Millionen Zuschauern (Marktanteil: 14,1 Prozent) und 3,49 Millionen (11,3 Prozent) durchaus ordentlich. Das galt sogar für die Wiederholung der ersten beiden Fälle in diesem August.

Allerdings gibt es längst Nachschub für den Krimiplatz am Donnerstag: den Lissabon-Krimi zum Beispiel mit Jürgen Tarrach in der Hauptrolle, der bei der Premiere im April 5,77 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 17,9 Prozent hatte. Und ein neuer „Amsterdam-Krimi“ ist ebenfalls bereits angekündigt.

Die Produzenten des „Tel-Aviv-Krimis“ Andreas Schneppe, Sven Burgemeister und Andreas Bareiss hatten zum Start erklärt, sofort auf Gegenliebe gestoßen zu sein, als sie der ARD Degeto den Vorschlag zu einer Krimireihe mit einer deutschen Jüdin als Kommissarin in Tel Aviv gemacht hätten. Was daraus nun langfristig wird, muss sich noch zeigen.

Donnerstagskrimis im Ersten

Der Tel-Aviv-Krimi

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