Es war die 100. Folge von „Die Höhle der Löwen“ auf Vox, die am Montag, 25.10.2021, über die Bildschirme flimmerte. Am 19. August 2014 lief die erste Folge von DHDL im deutschen Fernsehen und seitdem präsentierten bis jetzt über 500 Start-ups vor den Investorinnen und Investoren.
In der letzten Folge trauten sich Maria Möller und Laura Mohn aus Frankfurt am Main in die Arena. Die beiden 27-Jährigen stellten den Löwen Talking Hands vor, eine neue Kommunikationsmethode in Form von Daumenkinos.
  • Was ist Talking Hands und wie funktioniert es?
  • Welchen Deal erhoffen sich die beiden Gründerinnen?
  • Wie lief der Pitch und wie viel kostet talking hands?

„Höhle der Löwen“: Lernmethode für Gebärdensprache in Folge 8

„Wir kämpfen dafür, dass kein Kind aufgrund von Kommunikationseinschränkungen ausgeschlossen wird.“ So begannen die beiden Gründerinnen Maria Möller und Laura Mohn ihren Pitch in der Höhle der Löwen. Sie erklärten, dass viele Kinder, die nicht lautsprachlich sprechen können, mit Gebärden kommunizieren. „Das Problem ist aber, dass Kinder, die nicht darauf angewiesen sind, die Gebärdensprache nicht kennen und so auch kein Austausch stattfindet.“ So würde schnell die Gefahr bestehen, dass die betroffenen Kinder sich ausgeschlossen fühlen und nicht richtig am Alltag teilnehmen.
Nun ist es aber so, dass circa jedes 10. Kind in Deutschland, mit einer Kommunikationseinschränkung lebt. Dazu gehört Schwer- und Gehörlosigkeit, aber auch Autismus oder das Down-Syndrom können die Sprachfähigkeiten vermindern. Damit alle Kinder, ob mit oder ohne Behinderung, gemeinsam Gebärden lernen, hat das Gründer-Duo Talking Hands entwickelt. Eine neue Lernmethode in Form von Daumenkinos.

Talking Hands im Überblick: Funktion, Preis, Instagram, Onlineshop

Talking Hands sind Daumenkinos. Und jedes der Daumenkinos steht für ein Wort und beinhaltet die entsprechende Gebärde. Bewegungen können so ohne technische Hilfsmittel gezeigt werden. „Die Daumenkinos erwecken bei den Kindern eine Faszination, denn mit dem eigenen Daumen kann man Bilder zum Bewegen bringen“, erklärte Gründerin Maria Möller. Im Sortiment haben die beiden mittlerweile über 100 Daumenkinos. Es gibt etwa Lieben, Elefant, Mama, Musik. Sie alle haben einen wasserabweisenden Umschlag und sind ohne giftige Farben.
An einer App mit den Gebärden arbeiten die beiden Gründerinnen derzeit. Maria Möller sagte: „Es gibt so viele wundervolle Apps, um Fremdsprachen zu lernen, aber keine, um Gebärden zu lernen.“

Diesen Deal wünschen sich die Gründerinnen von Talking Hands

Die Vision der beiden Frauen ist es, ein Unternehmen aufzubauen, dass durch innovative Lehrmittel Inklusion auf der ganzen Welt fördern kann. Um das zu erreichen, brauchen Maria Möller und Laura Mohn 100.000 Euro. Sie boten dafür 15 Prozent Firmenanteile.

„Höhle der Löwen“ Talking Hands: Das sagen die Investoren

Die Löwen waren begeistert von dem Produkt und von den Gründerinnen. Besonders die Illustrationen, die Laura Mohn alle selbst macht, hatten es ihnen angetan. Georg Kofler sagte: „Ich finde es hinreißend, weil es spielend geht.“ Dagmar Wöhrl könnte den Gründerinnen stundenlang zuhören. Sie fand das Start-up auch sehr besonders, da in all den Folgen noch nie so ein Thema gekommen sei.

Talking Hands: Gibt es einen Deal für die Gründerinnen bei DHDL?

Nico Rosberg stieg als erster aus, weil er nicht das passende Netzwerk habe. Auch Dagmar Wöhrl stieg aus. Allerdings wollte sie mit ihrer Emanuel-Wöhrl-Stiftung den beiden Frauen für 10.000 Euro Bücher abkaufen. Carsten Maschmeyer war angetan von Wöhrls Idee. Auch er wollte nicht investieren, dem Start-up aber 10.000 Euro spenden. Judith Williams und Georg Kofler zogen mit: Auch sie investieren nicht, wollten aber an Talking Hands spenden. Die Gründerinnen Laura Mohn und Maria Möller gingen also ohne Investition, dafür aber mit 40.000 Euro Spenden nach Hause.

„Höhle der Löwen“: Alle Produkte aus Folge 8

In der letzten Folge der Staffel von „Die Höhle der Löwen“ präsentierten insgesamt fünf Start-ups ihre Produkte. Wer am 25.10.2021 dabei war, seht ihr hier: