An den Weihnachtsfeiertage verbringt man gerne auch den ein oder anderen Abend auf der Couch bei einem schönen Weihnachtsfilm im TV. Dabei darf der Kult-Klassiker „Die Feuerzangenbowle“ mit Schauspieler Heinz Rühmann nicht fehlen. Die Komödie nach der gleichnamigen Romanvorlage von Heinrich Spoerl lockt seit jeher ein großes Publikum. Auch 2021 steht der Film im TV-Programm.
Wann läuft „Die Feuerzangenbowle“ dieses Jahr im TV? Worum geht es und wer sind die Schauspieler? Alle Infos rund um die Sendetermine, Sendezeit, Stream, Cast, Handlung und Co. findet ihr hier im Überblick.

„Die Feuerzangenbowle“ 2021: Sendetermine und Sendezeit

Seit vielen Jahren ist „Die Feuerzangenbowle“ zur Weihnachtszeit im TV zu sehen und der Inbegriff für deutsche humoristische Unterhaltung. Auch 2021 dürfen sich die Fans des Kult-Klassikers auf Ausstrahlungen im Free-TV freuen.
Das sind die Sendetermine samt Sendezeit und Sender im Überblick:
  • Freitag, 24. Dezember 2021 um 21:55 Uhr im Ersten
  • Samstag, 25. Dezember 2021 um 01:40 Uhr im Ersten

„Die Feuerzangenbowle“ 2021: ARD Mediathek

Wer die Sendetermine verpasst und darauf hofft, sie nachträglich in der ARD Mediathek zu sehen, hat Pech: Der Klassiker ist nicht in der Mediathek verfügbar.

So seht ihr „Die Feuerzangenbowle“ im Stream

Im Live-Stream ist „Die Feuerzangenbowle“ auf live.daserste.de oder auch auf Joyn zu sehen. Alternativ könnt ihr über IPTV-Anbieter wie Apple TV oder Magenta TV auf den Sender zugreifen. Wer ein Amazon Prime Video Abo hat, kann den Film auch für 2,99 Euro leihen oder alternativ für 3,98 Euro kaufen. Auch auf iTunes könnt ihr den Klassiker käuflich erwerben.

„Die Feuerzangenbowle“ 1944: Handlung und Trailer

Der Film „Die Feuerzangenbowle“ von 1944 handelt von dem jungen Schriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer, der von seinen Freunden überredet wird, wieder die Schulbank zu drücken. Da er in seiner Jugend Privatunterricht bekam, ist er sich sicher, sowohl schöne als auch prägende Momente in der Schulzeit verpasst zu haben.
Mit neuer Garderobe und ohne Bart schmuggelt sich Pfeiffer in eine Klasse der Oberstufe ein. So kommt die Oberprima eines Gymnasiums zu seinem neuen Schüler, der mit seinem Schabernack den Schulalltag auf den Kopf stellt. Neben seinen Streichen schafft er es zudem, die Tochter des Direktors für sich zu gewinnen, bevor er sich selber mit einem Paukenschlag demaskiert.
„Die Feuerzangenbowle“ hat einen nostalgischen Reiz, was das Vergnügen an der fantasievoll aufbereiteten Pennäler-Welt nur verstärkt. Und es gilt, was eingangs auch versichert wird: „Dieser Film ist ein Loblied auf die Schule, aber es ist möglich, dass die Schule es nicht merkt“.
Youtube

Youtube „Die Feuerzangenbowle“ – Trailer

„Die Feuerzangenbowle“: Schauspieler

Die Darsteller sind mittlerweile genauso legendär wie der Film selbst. Neben Heinz Rühmann in seiner Glanzrolle als Pennäler Pfeiffer amüsieren beliebte Schauspieler von damals wie Erich Ponto, Paul Henckels und Hans Richter die Zuschauer. Wer mitgespielt hat und den Stab von „Die Feuerzangenbowle“ findet ihr hier:
Rolle – Darsteller
  • Dr. Johannes Pfeiffer – Heinz Rühmann
  • Prof. Grey, „Schnauz“ – Erich Ponto
  • Prof. Bömmel – Paul Henckels
  • Eva Knauer – Karin Himboldt
  • Marion – Hilde Sessak
  • Gymnasialdirektor Knauer – Hans Leibelt
  • Rosen – Hans Richter
  • Oberlehrer Dr. Brett – Lutz Götz
  • Oberschulrat – Max Gülstorff
  • Frau Knauer – Margarete Schön
Stab
  • Musik: Werner Bochmann
  • Kamera: Ewald Daub
  • Buch: Heinrich Spoerl
  • Regie: Helmut Weiss

„Die Feuerzangenbowle“: Wie der Krieg den Film beeinflusste

„Die Feuerzangenbowle“ von 1944 ist absolut Kult. Doch die Dreharbeiten gestalteten sich damals schwierig. Der Film wurde zu einer Zeit gedreht, in der den Menschen nicht zum Lachen zumute war. Denn 1943 herrschte in Deutschland Krieg, das wirkte sich auch auf die Dreharbeiten aus.
Die Dreharbeiten zum Film fanden vom 18. März 1943 bis Juni 1943 statt. Heinz Rühmann selbst sorgte dafür, dass sich die Dreharbeiten verzögerten, denn der Produzent und Star des Films wusste, dass die Primaner-Statisten nach dem Film sofort eingezogen werden, erzählte Heinz Rühmanns Witwe Hertha in einem Interview mit der „BZ“.
Gedreht wurde in Babelsberg, der Drehort stand damals ständig unter Beschuss, daher wurden viele Szenen in schalldichten Räumen gedreht, damit der Lärm der Luftangriffe die Aufnahmen nicht störten. Eva-Darstellerin Karin Himboldt erzählte in einem Interview, dass es schwer war unbeschwerten Frohsinn zu verbreiten, während weite Teile der Stadt in Trümmern lagen und viele Menschen die Bombennächte nicht überlebten.
Bekanntlich waren in der Kriegszeit die Mittel knapp, das wirkte sich auch auf „Die Feuerzangenbowle“ aus. So gab es Beispielsweise keine Autogramme der Schauspieler, da Papier begrenzt war. Zudem kam Heinz Rühmann mit der Kutsche zu den Dreharbeiten, da auch das Benzin knapp war.
Eine weitere Hürde stellte die Freigabe des Films dar. Reichserziehungsminister Bernhard Rust weigerte sich zunächst „Die Feuerzangenbowle“ zu zeigen, da er der Meinung war, dass der Film die Autorität der Schule und Lehrer gefährden könnte. Erst nachdem Propagandaminister Joseph Goebbels Reichskanzler Adolf Hitler überzeugte, wurde der Film freigegeben. Auch die Premiere des Films musste einen harten Schlag hinnehmen. Ein Tag zuvor gab es einen Luftangriff auf Berlin, aus diesem Grund war die Feier zum Start weniger glamourös. Das Premierenpublikum musste zudem vormittags in das Berliner Kino Tauentzien-Palast kommen, da abends mit Fliegeralarm zu rechnen war.
Doch trotz des Krieges und den damit verbundenen Schwierigkeiten wurde „Die Feuerzangenbowle“ ein Hit und bringt fast 80 Jahre später als Kultklassiker die Menschen immer noch zum Lachen.

„Sissi“, „Der kleine Lord“ und Co. – weitere Weihnachtsfilme 2021 im TV

„Die Feuerzangenbowle“ ist bei weitem nicht der einzige Kultfilm der jedes Jahr aufs Neue zur Weihnachtszeit im TV gezeigt wird. Auch Klassiker wie die „Sissi“-Filme, „Der kleine Lord“ oder „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ werden zuverlässig jedes Jahr vor und um Weihnachten herum ausgestrahlt.