Jahr für Jahr locken große Weihnachtsklassiker ein Millionenpublikum an den Feiertagen vor die Bildschirme. Dazu zählt der Kult-Film „Die Feuerzangenbowle“ mit Schauspieler Heinz Rühmann. Die Komödie nach der gleichnamigen Romanvorlage steht jedes Jahr an Weihnachten im ARD-Programm.
Wann läuft „Die Feuerzangenbowle“ 2022 im TV? Worum geht es und wer sind die Schauspieler? Die Sendetermine und weitere Infos zum Film findet ihr hier im Überblick.

„Die Feuerzangenbowle“ 2022: Sendetermine und Sendezeit

Seit vielen Jahren ist „Die Feuerzangenbowle“ zur Weihnachtszeit im TV zu sehen und der Inbegriff für deutsche humoristische Unterhaltung. Auch 2022 dürfen sich die Fans des Kult-Klassikers auf eine Ausstrahlung im Free-TV freuen. Allerdings wird der Film dieses Jahr nicht wiederholt.
Der Sendetermin samt Sendezeit im Überblick:
  • Samstag, 24. Dezember 2022 um 21:45 Uhr im Ersten

„Die Feuerzangenbowle“ 2022 in der ARD-Mediathek

Wer die Sendetermine verpasst und darauf hofft, sie nachträglich in der ARD Mediathek zu sehen, hat Pech: Der Klassiker ist nicht in der Mediathek verfügbar.

So seht ihr „Die Feuerzangenbowle“ im Stream

Parallel zur Ausstrahlung könnt ihr „Die Feuerzangenbowle“ im Livestream auf live.daserste.de verfolgen.
Darüber hinaus gibt es weitere Streamingdienste, die den Klassiker anbieten – allerdings überall kostenpflichtig. Bei Amazon Prime Video könnt ihr den Film für 3,99 Euro leihen oder alternativ für 7,99 Euro kaufen. Bei Apple TV kostet er ebenfalls 7,99 Euro. Maxdome, freenet Video und Cineplex Home bieten ihn für 8,99 Euro zum Kauf an.
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Handlung und Trailer zu „Die Feuerzangenbowle“ von 1944

Der Film „Die Feuerzangenbowle“ von 1944 handelt von dem jungen Schriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer, der von seinen Freunden überredet wird, wieder die Schulbank zu drücken. Da er in seiner Jugend Privatunterricht bekam, ist er sich sicher, sowohl schöne als auch prägende Momente in der Schulzeit verpasst zu haben.
Mit neuer Garderobe und ohne Bart schmuggelt sich Pfeiffer in eine Klasse der Oberstufe ein. So kommt die Oberprima eines Gymnasiums zu seinem neuen Schüler, der mit seinem Schabernack den Schulalltag auf den Kopf stellt. Neben seinen Streichen schafft er es zudem, die Tochter des Direktors für sich zu gewinnen, bevor er sich selber mit einem Paukenschlag demaskiert.
„Die Feuerzangenbowle“ hat einen nostalgischen Reiz, was das Vergnügen an der fantasievoll aufbereiteten Pennäler-Welt nur verstärkt. Und es gilt, was eingangs auch versichert wird: „Dieser Film ist ein Loblied auf die Schule, aber es ist möglich, dass die Schule es nicht merkt“.
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Das sind die Schauspieler in „Die Feuerzangenbowle“

Die Darsteller sind mittlerweile genauso legendär wie der Film selbst. Neben Heinz Rühmann in seiner Glanzrolle als Pennäler Pfeiffer amüsieren beliebte Schauspieler von damals wie Erich Ponto, Paul Henckels und Hans Richter die Zuschauer. Wer mitgespielt hat und den Stab von „Die Feuerzangenbowle“ findet ihr hier:
Rolle – Darsteller
  • Dr. Johannes Pfeiffer – Heinz Rühmann
  • Prof. Grey, „Schnauz“ – Erich Ponto
  • Prof. Bömmel – Paul Henckels
  • Eva Knauer – Karin Himboldt
  • Marion – Hilde Sessak
  • Gymnasialdirektor Knauer – Hans Leibelt
  • Rosen – Hans Richter
  • Oberlehrer Dr. Brett – Lutz Götz
  • Oberschulrat – Max Gülstorff
  • Frau Knauer – Margarete Schön
Stab
  • Musik: Werner Bochmann
  • Kamera: Ewald Daub
  • Buch: Heinrich Spoerl
  • Regie: Helmut Weiss

„Die Feuerzangenbowle“: Wie der Krieg den Film beeinflusste

„Die Feuerzangenbowle“ von 1944 ist absolut Kult. Doch die Dreharbeiten gestalteten sich damals schwierig. Der Film wurde zu einer Zeit gedreht, in der den Menschen nicht zum Lachen zumute war. Denn 1943 herrschte in Deutschland Krieg, das wirkte sich auch auf die Dreharbeiten aus.
Die Dreharbeiten zum Film fanden vom 18. März 1943 bis Juni 1943 statt. Heinz Rühmann selbst sorgte dafür, dass sich die Dreharbeiten verzögerten, denn der Produzent und Star des Films wusste, dass die Primaner-Statisten nach dem Film sofort eingezogen werden, erzählte Heinz Rühmanns Witwe Hertha in einem Interview mit der „BZ“.
Gedreht wurde in Babelsberg, der Drehort stand damals ständig unter Beschuss, daher wurden viele Szenen in schalldichten Räumen gedreht, damit der Lärm der Luftangriffe die Aufnahmen nicht störten. Eva-Darstellerin Karin Himboldt erzählte in einem Interview, dass es schwer war unbeschwerten Frohsinn zu verbreiten, während weite Teile der Stadt in Trümmern lagen und viele Menschen die Bombennächte nicht überlebten.
Bekanntlich waren in der Kriegszeit die Mittel knapp, das wirkte sich auch auf „Die Feuerzangenbowle“ aus. So gab es Beispielsweise keine Autogramme der Schauspieler, da Papier begrenzt war. Zudem kam Heinz Rühmann mit der Kutsche zu den Dreharbeiten, da auch das Benzin knapp war.
Eine weitere Hürde stellte die Freigabe des Films dar. Reichserziehungsminister Bernhard Rust weigerte sich zunächst „Die Feuerzangenbowle“ zu zeigen, da er der Meinung war, dass der Film die Autorität der Schule und Lehrer gefährden könnte. Erst nachdem Propagandaminister Joseph Goebbels Reichskanzler Adolf Hitler überzeugte, wurde der Film freigegeben. Auch die Premiere des Films musste einen harten Schlag hinnehmen. Ein Tag zuvor gab es einen Luftangriff auf Berlin, aus diesem Grund war die Feier zum Start weniger glamourös. Das Premierenpublikum musste zudem vormittags in das Berliner Kino Tauentzien-Palast kommen, da abends mit Fliegeralarm zu rechnen war.
Doch trotz des Krieges und den damit verbundenen Schwierigkeiten wurde „Die Feuerzangenbowle“ ein Hit und bringt fast 80 Jahre später als Kultklassiker die Menschen immer noch zum Lachen.
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„Sissi“, „Der kleine Lord“ und Co. – weitere Weihnachtsfilme 2022 im TV

„Die Feuerzangenbowle“ ist bei weitem nicht der einzige Kultfilm der jedes Jahr aufs Neue zur Weihnachtszeit im TV gezeigt wird. Auch Klassiker wie die „Sissi“-Filme, „Der kleine Lord“ oder „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ werden zuverlässig jedes Jahr vor und um Weihnachten herum ausgestrahlt.