Berlin / DPA

„Mein Name ist John Ford. Ich drehe Western“. So lakonisch knapp stellte sich der Regisseur Joh Ford bei Interviews vor, in denen er die Gesprächspartner oft zur Verzweiflung bracht. Ford dreht seit den späten 1930er Jahren eine Reihe von Western, die das Genre transzendierten.

Am Sonntag läuft um 20.15 Uhr bei Arte John Fords großartiger Western „Der Mann, der Liberty Valance erschoss“ von 1961, mit John Wayne als liebenswürdigem Haudegen Tom Doniphon und James Stewart als jungem Anwalt Ransom Stoddard.

Im Arte-Text heißt es dazu: „Wie der Titel erahnen lässt, geht es um den Mann, der den Gangster Liberty Valance zur Strecke brachte – oder vielmehr stets vorgegeben hatte, es zu sein. Der Mann ist Senator Stoddard, dessen politische Karriere mit dieser Lüge ihren Anfang nahm. Aber als er sich nach vielen Jahren zu einem späten Geständnis entschließt und den Namen des wahren Helden preisgibt, interessiert die Wahrheit niemanden mehr. Wie viele bedeutende Westernfilme handelt auch dieser von der Geburt des modernen Amerikas: Die Zeit der raubeinigen Pioniere scheint abgelaufen, die Repräsentanten der neuen, zivilisierten Vereinigten Staaten übernehmen nicht nur den Machtbereich der alten Helden, sondern gewinnen auch deren Frauen. John Fords Perspektive reflektiert hier insofern etwas Besonderes, als sie die klassischen Heldentypen des Genres aus einer kritischen Distanz heraus reflektiert.“

Im Anschluss daran läuft die Dokumentation „John Ford - Der Mann, der Amerika erfand“.

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