Fröhlich shoppen, ohne schlechtes Gewissen 500 Euro auf den Kopf hauen und Kaffee trinken – so hatte sich Canan Winkler ihre Teilnahme bei „Shopping Queen“ vorgestellt. Die Planungstechnikerin der Stadt Ulm wurde jedoch eines Besseren belehrt. „Die Realität hat mich umgehauen, jeden Tag von morgens bis abends drehen. Für Spaß blieb nicht viel Zeit, man muss ja unterhalten“, erinnert sie sich heute daran.

Die Erfahrung sei aber dennoch gut gewesen, da sich in ihrem Umfeld die Spreu vom Weizen getrennt habe: „Die einen haben sich gefreut und mitgefiebert, andere haben sich fremdgeschämt. Ich frage mich warum? Der Neid war ätzend, es ging doch nur um 500 bzw. 1.000 Euro.“ Eine Sache habe sie aber sehr gefreut, verrät sie weiter: „Mein Chef, Oberbürgermeister Czisch, ist damals sogar extra nach Hause gegangen, um ‚Shopping Queen‘ zu sehen.“

„Shopping Queen“ in Ulm: Was es mit Canans Outfit auf sich hatte

Das Motto der zweiten Ulm-Ausgabe lautete „Stil im Quadrat: Ob groß oder klein, kariert soll es sein – Finde das perfekte Outfit mit Karo-Muster!“. Von ihrem Sieger-Outfit, einem karierten Kostüm mit Rollkragenpulli, war Canan aber selbst nicht ganz überzeugt: „Es hat zwar gut gepasst. Aber wer mich kennt, weiß, dass ich das nicht bin“, gibt sie zu. Das hatte einen ganz bestimmten Grund: „Ich wurde mehr oder weniger überredet, gleich im ersten Geschäft einzukaufen“, erinnert sie sich. Somit sei sie auch viel zu früh fertig gewesen. „Ich kenne mich in Ulm ja gut aus und hätte schon gerne noch das ein oder andere Geschäft abgegrast. Durfte ich aber nicht.“

Dass sie mit ihrem Karo-Look am Ende alle überzeugt und von Guido Maria Kretschmer neun Punkte erhält, hätte sie nicht erwartet: „Ich war total überrascht. Komisch war nur, dass ich über den Laufsteg Salsa tanzen sollte - als einzige.“ Das Preisgeld, das Canan beim Finale von „Shopping Queen“ in Berlin gewonnen hatte, blieb dann auch direkt in der Hauptstadt: „Ich hatte das Wochenende mit zwei Freundinnen verlängert. Wir haben also dort meinen Sieg gefeiert und das ganze Geld verjubelt.“

Guido Maria Kretschmer: Komplimente, Blumenstrauß und Ständchen

Gerne erinnert sich die Ulmerin an das Treffen mit dem Star-Designer. Er sei super nett und sehr sympathisch gewesen. „So viele Komplimente und nette Worte von Guido Maria Kretschmer hatte ich vorher noch gar nie gehört. Deshalb war ich schon vor dem Finale den Tränen nah. Da war ich schon eine Gewinnerin, ich hätte den ersten Platz gar nicht mehr gebraucht“, erzählt Canan. Und dann überraschte der Star-Designer sie auch noch mit einer ganz besonderen Aufmerksamkeit: Da sie am Tag des Finales in Berlin ihren Geburtstag feierte, gab es von ihm höchstpersönlich einen Blumenstrauß und ein gesungenes Ständchen.

„Shopping Queen“: Kritik an dem Format

Lediglich seinetwegen würde Canan theoretisch nochmal am VOX-Format teilnehmen. Denn sie merkt an: „Im Prinzip sind wir nur günstige Schauspielerinnen für die Produktionsfirma und die produzieren am laufenden Band.“ Außerdem kritisiert sie noch eine Sache: „Mir tun die Frauen manchmal ein bisschen leid, wie da zusammengeschnitten wird und wie manche dadurch in der Öffentlichkeit dargestellt werden.“ Eines ist ihr aber auch klar: „There’s nothing like show business…“

Wie sich die Kandidatinnen der vierten Ulm-Edition schlagen werden und welche von ihnen zur neuen „Shopping Queen“ der Donaustadt gekürt wird, zeigt sich ab morgen: Von Montag bis Freitag werden die Folgen jeweils um 15 Uhr auf VOX ausgestrahlt.

Das könnte dich auch interessieren: