Die britische Band Radiohead wird in diesem Jahr in die Rock and Roll Hall of Fame in Cleveland aufgenommen - Frontsänger Thom Yorke (50) wird der Zeremonie aber fernbleiben.

„Ich kann nicht. Ich weiß, dass ich nicht kann“, erklärte der Musiker im Interview mit der Zeitschrift „Variety“. Als Grund nannte Yorke Terminüberschneidungen: Gut eine Woche nach der Zeremonie in New York am 29. März werden in Paris mehrere Stück aufgeführt, die er für das französische Klavierduo Katia und Marielle Labèque komponiert hat. „Ich muss dafür dort sein“, sagte Yorke.

Ebenfalls gab Yorke in dem Interview an, dass seine Band mit Preisverleihungen nichts anfangen kann: „Wir sind bei solchen Sachen immer schon blasiert gewesen.“ Die Band wolle niemandem kränken - aber als Engländer würden York und seine Mitstreiter die Hall of Fame nicht verstehen. Eine Ausnahme scheinen die Oscars darzustellen: Yorke hofft auf eine Nominierung seines Songs „Suspirium“, den er für das Remake des Italo-Horror-Klassikers „Suspiria“ komponiert hat. Das Lied schaffte es auf die Shortlist.

Zu den Neuzugängen in die Hall of Fame zählen in diesem Jahr neben Radiohead unter anderem Janet Jackson und The Cure. Wer in die Ruhmeshalle in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio aufgenommen wird, entscheiden mehr als 1000 Musiker, Musikwissenschaftler und andere Mitglieder der Branche. Auch die Fans können mitreden. Den Ausschlag geben soll der Einfluss, den ein Künstler hat, die Länge und Intensität seiner Karriere und auch, wie innovativ er ist.

Interview Variety

Pressemitteilung der Hall of Fame

Shortlist Oscars