St. Pauli Reeperbahn Festival setzt auf Gleichberechtigung

Die Veranstalter des Reeperbahn Festivals rechnen in diesem Jahr mit 42 000 Besuchern. Foto: Axel Heimken
Die Veranstalter des Reeperbahn Festivals rechnen in diesem Jahr mit 42 000 Besuchern. Foto: Axel Heimken © Foto: Axel Heimken
Hamburg / DPA 22.08.2018

Die Veranstalter des Hamburger Reeperbahn Festivals rechnen vier Wochen vor Beginn des Events mit einem neuen Besucherrekord. Bisher seien 27 000 Karten verkauft, im vergangenen Jahr waren es zum gleichen Zeitpunkt nur 19 400. Die Organisatoren erwarten zu dem 13. Musik-Festival vom 19. bis 22. September in St. Pauli rund 42 000 Besucher.

2017 kamen an vier Festivaltagen etwa 40 000 Gäste. Der Grund für das Wachstum: Der erste Tag ist jetzt ein vollwertiger Festivaltag. „Vorher war der Mittwoch eher ein Tag zum Ankommen“, sagte der Sprecher des Reeperbahn Festivals, Frehn Hawel.

Bei der Veranstaltung legen die Organisatoren nicht nur Wert auf Musik, sondern sie wollen auch eine politische Plattform bieten. Ein Schwerpunkt ist dabei Gleichberechtigung. Darum ist das Festival Mitglied von „Keychange“, einem europäischen Projekt, das sich gegen die Unterrepräsentation von Frauen in der Musikbranche einsetzt. „Bis 2022 wollen wir das Line Up 50-50 mit Frauen und Männern besetzen“, erklärte Hawel. Die Jury des „Anchor“-Preises setze sich schon aus drei Frauen und zwei Männern zusammen. Mit dem Preis werden seit 2016 aufstrebende Musik-Talente ausgezeichnet.

In diesem Jahr ist Frankreich das Partnerland des Festivals. Neben vielen französischen Bands haben sich auch 80 französische Vertreter aus Medien und Industrie angekündigt.

Besondere Highlights sind zwei Konzerte in der Elbphilharmonie und eins im Michel. In der Kirche tritt der deutsche Sänger „Get well soon“ auf. Mit bürgerlichem Namen heißt er Konstantin Gropper. Sein Vater wird bei dem Auftritt die Orgel im Michel spielen.

Bisher haben 400 Künstler zugesagt. Die Organisatoren gehen davon aus, dass 550 Künstler kommen. Einer von ihnen ist Klaus Voormann, der grafische Arbeiten, Skizzen und Objekte ausstellt. „Seine Ausstellung ist ein Weltpremiere“, sagte Hawel. Voorman hatte das Cover des Beatles Album „Revolver“ entworfen.

Website des Reeperbahn Festivals

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