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R. Kelly ist wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt. Am Donnerstag bekannte sich der US-Sänger „nicht schuldig“.

Der US-Sänger R. Kelly ist wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt und hat sich vor einem US-Gericht nach den ausgeweiteten Vorwürfen gegen ihn „nicht schuldig“ bekannt. „Wir haben auf nicht schuldig plädiert, weil er (Kelly) nicht schuldig ist“, sagte sein Anwalt Steve Greenberg am Donnerstag nach der kurzen Anhörung in Chicago.

R. Kelly drohen bis zu 30 Jahren Haft

Ende Mai hatte die Staatsanwaltschaft dem 52-jährigen Kelly elf zusätzliche Anklagepunkte zur Last gelegt. Darunter sei auch der Vorwurf schwerer sexueller Übergriffe, worauf eine Höchststrafe von 30 Jahren Haft steht. Die elf Anklagepunkte beziehen sich auf eine der vier Frauen, die den Musiker beschuldigen, sie vor Jahren missbraucht zu haben. Anwalt Greenberg hatte im Vorfeld gesagt, die Anklagepunkte seien nicht wirklich neu. Vielmehr sei der Musiker in einem bestehenden Fall erneut angeklagt worden.

Sexueller Missbrauch in zehn Fällen von 1998 bis 2010

Der R&B-Sänger („I Believe I Can Fly“) war Ende Februar wegen sexuellen Missbrauchs in zehn Fällen aus den Jahren 1998 bis 2010 angeklagt worden. Drei der vier Opfer seien damals jünger als 17 Jahre gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Auch damals hatte der Musiker bereits auf nicht schuldig plädiert. Er hatte ein Wochenende im Gefängnis in Chicago verbracht und war dann gegen Kaution freigekommen.

Erste Anschuldigungen gegen Robert Kelly vor 20 Jahren

Die ersten Anschuldigungen gegen den aus Chicago stammenden Musiker mit dem bürgerlichen Namen Robert Kelly waren vor rund 20 Jahren bekannt geworden. Neues Aufsehen erregten Vorwürfe einer TV-Dokumentation Anfang Januar.

Protest in Deutschland und abgesagte Konzerte

Zehntausende Menschen haben mit ihrer Unterschrift ein geplantes Konzert des Musikers R. Kelly (52) in Sindelfingen bei Stuttgart verhindert.

Zehntausende Menschen haben mit ihrer Unterschrift ein geplantes Konzert des Musikers R. Kelly (52) in Sindelfingen bei Stuttgart verhindert.

Auch ein in der Ratiopharm-Arena in Neu-Ulm geplantes Konzert wurde abgesagt.

Spotify löscht R. Kelly aus Playlisten

Der Musik-Streamingdienst Spotify hatte im Mai 2018 auf die Vorwürfe gegen den Musiker reagiert und löschte die Lieder des R&B-Sängers aus seinen Playlisten.

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