Die Mutter der 23-jährigen Nathalie Volk bestätigte die Krankheit ihrer Tochter laut BILD-Zeitung in einem Interview. Offenbar leidet die junge Frau, die vor allem durch die TV-Serie „Germany’s Next Topmodel“ bekannt wurde, unter Gebärmutterhalskrebs. An dieser Krankheit im Uterus habe schon ihre Großmutter gelitten.

Aktuell sei Nathalie Volk trotz der Diagnose weiterhin in den Vereinigten Staaten, wo sie studiert. "Sie ist ständig zur Beobachtung bei einem Arzt. Ich hoffe, dass alles gut wird", erklärte die Mutter (49) des Models.

Auf Instagram postete Volk zuletzt ein Foto, auf dem sie fröhlich lächelnd auf einer gelben Blumenwiese sitzt, offenbar sind die Fansd bei ihr, der Post hatte am Mittwoch mehr als 23.000 Likes.

Zuletzt hatte es um Nathalie Volk vor allem Hochzeits-Gerüchte gegeben: Heimlich soll sie ihren Freund, den 62-jährigen Frank Otto, geheiratet haben. Dieser dementierte jedoch die Gerüchte. Das Model und der Medienunternehmer sind seit 2015 ein Paar. Otto ist eines der Kinder des Multimilliardärs Werner Otto, Gründer des Otto-Versands.

Informationen über Gebärmutterhalskrebs und HPV

Laut der Deutschen Krebshilfe erkranken jährlich in Deutschland etwa 4400 Frauen neu an Gebärmutterhalskrebs, jedes Jahr sterben etwa 1500 Frauen daran. Wissenschaftler haben festgestellt, dass dafür fast immer bestimmte Virenarten, die sogenannten Humanen Papilloma Viren (HPV), verantwortlich sind. Diese Viren werden beim Geschlechtsverkehr übertragen.

Der Organisation zufolge gibt es einige Faktoren, die das Erkrankungsrisiko von Krebs an weiblichen Geschlechtsorganen erhöhen. Dies bedeute nicht, dass jede Frau, auf die ein oder sogar mehrere Risiken zutreffen, zwangsläufig erkranken muss, betont die Krebshilfe.

Risikofaktoren für eine Erkrankung

Für Frauen bestehe den Experten zufolge ein Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, wenn

  • Frauen bereits in sehr jungen Jahren Geschlechtsverkehr und häufig wechselnde Sexualpartner hatten
  • sie an chronischen Infektionen und Viruserkrankungen leiden, die durch Geschlechtsverkehr übertragen werden; als besonders risikoreich gelten Infektionen mit bestimmten Untertypen des Papilloma Virus (HPV)
  • die Immunabwehr der Scheide vermindert ist; dies passiert vor allem bei Frauen, die rauchen und die sich vitaminarm ernähren.
  • der Arzt bei einer Frau einen ungünstigen Befund beim Zellabstrich oder bereits eine Krebsvorstufe festgestellt hat
  • die körpereigene Abwehr durch Medikamente oder durch eine erworbene Immunschwäche (AIDS, HIV-Infektion) vermindert ist

Das sind die Symptome

Der Krebshilfe zufolge haben Betroffene im frühen Stadium keine Beschwerden. Erst wenn der Tumor gewachsen sei und eine bestimmte Größe erreicht habe, könne es zu leichten Blutungen, vor allem nach Geschlechtsverkehr kommen. Es könne auch zu einem gelblich-braunen Ausfluss von Sekret kommen.

Die Krebshilfe empfiehlt einen Arztbesuch, wenn folgende Symptome auftreten:

  • Blutungen und blutiger oder fleischfarbener Ausfluss außerhalb der Monatsregel, auch Kontaktblutungen nach dem Geschlechtsverkehr
  • Schleimabsonderungen und unangenehme Gerüche aus der Scheide (Fluor)
  • Unerklärliche Gewichtsabnahme

Impfung gegen das HPV-Virus empfohlen

Experten fordern immer wieder, dass mehr Heranwachsende sich gegen krebserregende humane Papillomviren (HPV) impfen lassen sollten. Die Impfung ist vor allem als Schutz vor Gebärmutterhalskrebs bei Frauen bekannt, wird aber seit 2018 auch Jungen empfohlen. Bei den Jungen verringert die Impfung die Wahrscheinlichkeit, an Anal-, Penis-, Mund- und Rachenkrebs zu erkranken. Die Impfung wirkt am sichersten vor dem ersten Sexualkontakt, wird aber von Experten auch danach noch empfohlen.

Fast jede Frau von Humanem Papillom-Virus betroffen

Laut Krebshilfe infizieren sich etwa 50 bis 80 Prozent aller Frauen mindestens einmal mit HPV. In 98 von 100 Fällen kann das Immunsystem die Viren bekämpfen. Wenn die Viren überleben, bleibt eine andauernde Infektion zurück. Dann können an der Schleimhaut des Gebärmutterhalses Zellveränderungen entstehen. Sie bilden sich oft wieder zurück. In seltenen Fällen aber entsteht daraus Gebärmutterhalskrebs.

Seit Januar 2020 gibt es ein neues Früherkennungsprogramm für Gebärmutterhalskrebs.