Chicago / DPA

US-Schauspieler Jussie Smollett, der laut Polizei einen gegen ihn gerichteten rassistischen und homophoben Angriff erfand, hat seine Unschuld beteuert. Vor einem Gericht in Chicago plädierte der „Empire“-Star durch seine Anwälte am Donnerstag auf „nicht schuldig“, wie die Branchenblätter „Variety“ und „Hollywood Reporter“ berichteten.

Eine Grand Jury im Bezirk Cook County hatte vorige Woche Anklage in 16 Punkten erhoben. Es geht dabei um falsche Angaben gegenüber den Behörden.

Der 36-Jährige war im Februar wegen mutmaßlicher Falschaussagen gegenüber der Polizei festgenommen worden. Laut Ermittlern bezahlte der Schauspieler zwei Männer, um eine Attacke gegen ihn vorzutäuschen. Ende Januar hatte Smollett erklärt, er sei von zwei Unbekannten in Chicago angegriffen worden. Der Polizei zufolge wollte der schwule und afroamerikanische Schauspieler damit seine Karriere vorantreiben.

Smollett hat die Vorwürfe mehrfach zurückgewiesen. Bei einer Verurteilung könnte ihm eine Strafe von mehreren Jahren Gefängnis drohen. Aus Folgen der Dramaserie „Empire“ wurde seine Figur inzwischen entfernt.

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