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Schauspielerin Eva Mattes (64) hat den Titelsong zu „Pippi Langstrumpf“ gesungen - aber erst spät gemerkt, wie sehr sie die Kindheit vieler Menschen damit begleitet hat. „Eine Zeitlang hat niemand gewusst, dass ich das Lied gesungen habe. Dann hat es sich so langsam rumgesprochen“, sagte Mattes der Deutschen Presse-Agentur.

„Und dann habe ich überhaupt erst realisiert, wie begeistert die Leute davon sind, wie sehr "Pippi Langstrumpf" ihr Leben begleitet hat“, sagte die frühere „Tatort“-Kommissarin. „Das hat so eine Wirkung, das hätte ich nie gedacht.“

Sie habe im Kinofilm den Tommy synchronisiert und in der Fernsehserie die Pippi. „Aber ich habe auch den Titelsong gesungen. Und der ist einfach besonders schön“, sagte Mattes. Auch heute beschäftigt sie sich mit der Autorin Astrid Lindgren. In Liederabenden liest sie aus Lindgrens Tagebüchern, die während des Zweiten Weltkriegs entstanden.

Am Sonntag (11. Mai) ist Mattes damit im Berliner Dom zu Gast. Was kann man von Lindgren lernen? „Zum Beispiel diese unglaubliche Empathie, die sie hatte“, sagte Mattes. Etwa wenn Lindgren in ihrem Tagebuch auch über deutsche Soldaten schreibe. Man könne aber auch Courage, Mut und Humor von ihr lernen. „Sie war schon auch eine Pippi Langstrumpf, die gekämpft hat für ihre Welt.“

Die Dirigentin und Autorin Irmgard Schleier habe die Idee gehabt, aus den Tagebüchern mit dem Titel „Die Menschheit hat den Verstand verloren“ einen Liederabend zu machen. Sie arbeiteten seit 30 Jahren zusammen. „Und es geht immer um ein Thema: Es geht um Kriege, die Sehnsucht nach Frieden, um Flucht und Vertreibung und das Zurückkehren in zerstörte Länder und Städte“, sagte Mattes.

Geplanter Liederabend im Berliner Dom

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