Schauspieler Dieter Hallervorden denkt nicht ans Aufhören: „Ruhestand hat ja etwas von Aufgeben. Ich kenne viele Leute, die den Ruhestand herbei gesehnt haben, dann aber plötzlich sehr viel Zeit hatten, aber nicht mehr wussten, was sie mit der Zeit anfangen sollen“, sagte der 83 Jahre alte Intendant des Schlosspark Theaters Berlin der „Augsburger Allgemeinen“.

„Und ich habe keine Lust, kleine Segelboote in Weinflaschen zu stecken oder mit einer Nagelschere die Grasnarbe im Garten zu beschneiden.“

Zum Erholen fährt Hallervorden nach Frankreich - auf seine eigene Insel. „Es gibt einen Makler für Inseln. Das ist ein ehrenwerter Mann, der in seinem Leben weltweit über 2000 Inseln verkauft hat. Ich habe mir einige angesehen und mich dann für eine Insel vor Frankreich entschieden“, erzählte der Schauspieler. „Einmal, weil ich sehr frankophil bin, zum anderen, weil es keinen Zweck hat, sich zu weit von seinen kulturellen Wurzeln zu entfernen. Außerdem macht es keinen Sinn, eine Insel zu kaufen, die in der Nähe Neuseelands liegt. Das würde mich zu viel Reisezeit kosten.“ Die Insel sei gut, um die Batterien aufzuladen und die Seele baumeln zu lassen.

„Alles wird ja immer lauter, dazu kommt diese Handysucht, wodurch alle ständig in großer Lautstärke Dinge von sich geben, die den neben ihnen stehenden Menschen natürlich nicht interessieren, sondern belästigen. Und all das brauche ich nicht“, sagte Hallervorden, der am Donnerstag (9. Mai, 20.15 Uhr) in dem ZDF-Film „Mein Freund, das Ekel“ als pensionierter Lehrer zu sehen ist.