Ein Ball im All Alexander Gerst wird Public Viewing bei Fußball-WM vermissen

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst hebt bald ab. Foto: Dmitri Lovetsky
Der deutsche Astronaut Alexander Gerst hebt bald ab. Foto: Dmitri Lovetsky © Foto: Dmitri Lovetsky
Baikonur / DPA 05.06.2018

Während der demnächst beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft wird der deutsche Astronaut Alexander Gerst das Public Viewing vermissen.

„Eine WM am Boden ist noch einmal ein bisschen schöner“ als im All, sagte der 42-Jährige am Dienstag auf dem russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan. „Ich fand es immer toll in Deutschland - in Russland gibt es das auch -, dass man sich draußen im Biergarten trifft, wo eine große Leinwand ist. Diese Stimmung werde ich schon vermissen.“

Gerst startet am Mittwoch mit dem Russen Sergej Prokopjew und der US-Amerikanerin Serena Auñón-Chancellor von Baikonur zur Internationalen Raumstation (ISS). Prokopjew sagte, die Mannschaft werde einen WM-Ball mit auf die ISS nehmen und am Tag des Finales (15. Juli) ein kleines Show-Spiel abhalten.

Es werde natürlich kein echtes Fußballspiel werden, damit nichts kaputt gehe, betonte Prokopjew. „Sie verstehen, die Station ist ziemlich teuer.“ Auch Gerst ergänzte: „Ausnahmesituationen versuchen wir im All zu vermeiden.“ Aber WM-Stimmung komme auf der ISS bestimmt auf.

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