Studio Ulmer Musikfreunde Zauberhafte Serenade

Erbach / Burkhard Schäfer 11.07.2018

Dürfte man sich vom lieben Gott ein ideales Fleckchen Erde für ein sommerliches Serenadenkonzert unter freiem Himmel wünschen, so könnte dies kaum schöner aussehen als der Hof des Schlosses Erbach. Am Sonntagabend passte einfach alles und fügte sich bei Kaiserwetter zu einem stimmungsvollen Gesamtensemble, dem die Musiker mit ihrer Darbietung einen strahlenden Goldrand verliehen.

Unter den Schatten spendenden Zweigen des uralten Hofkastanienbaums hatten das Studio Ulmer Musikfreunde und sein Leiter Albrecht Schmid den ihnen buchstäblich angemessenen Platz gefunden. Begleitet vom sanften Rauschen der Blätter im Abendwind und untermalt vom Gesang der Vögel erklang in dem nahezu voll besetzten Geviert ein melodienseliges Programm mit Werken vor allem aus der Zeit des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts.

Die beiden Konzerthälften waren spiegelsymmetrisch konzipiert: je drei Werke mit jeweils einem Oboenkonzert im Zentrum. Das erste von Domenico Cimarosa in sanft klagendem c-Moll, das zweite von Vincenzo Bellini in heiterem Es-Dur. Die Solistin Katrin Schreck fand für beide Konzerte der italienischen Komponisten die richtige „Sprache“ und tauchte die begeisterten Besucher in reinstes Serenadenglück. Doch auch die übrigen Werke – von Ignaz Pleyel, Felix Mendelssohn Bartholdy,  Johann Christoph Friedrich Bach und – als toller Ausreißer ins 20. Jahrhundert – Benjamin Britten („Simple Symphony“) verzauberten das Publikum in diesem vor dem Lärm der Welt weitgehend abgeschirmten heiligen Hain der Sommerklänge.

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