Ist draußen alles abwechselnd in Weiß- und Grautöne getaucht, lädt die Galerie Tobias Schrade zum Kontrastprogramm: Der Ulmer Stefan Schiek und Ulrike Buhl aus Bad Boll lassen die Räume auf der Insel 2 in allen Farben des Regenbogens erstrahlen. Mehr noch: Buhls von Hand vorgeformte, in den Computer eingespeiste und von dort per 3-D-Drucker wieder ausgeworfene Plastiken im Mini- bis Mittelformat glitzern silbrig, golden, metallic-gelb, pink und lindgrün. Anders als Jeff Koons’ Ballontiere bilden die hochglanzpolierten Arbeiten der 1967 geborenen Sängerin, Geigerin, Schauspielerin und Maskenbildnerin, die heute in Berlin lebt, die Realität nicht ab. Damit sind ihre kecken, assoziationsstarken „Implosionen“ die ideale Ergänzung zu den Glanzlackbildern des am Bauhaus ausgebildeten und seitdem in Weimar lebenden Schiek. Der 42-Jährige steht mit seiner aufwändigen Schichtmalerei auf Alu der Kollegin an Farbigkeit in nichts nach. Doch jedes Bild erzählt bei ihm eine Geschichte – zwischen Kubrick-artigem „Anflug“, sechseckigem „Hover“, geheimnisvoller „Botschaft“ und „Virtual Reality“ auf Papier (bis 2. Februar: Di-Fr 13-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr).