Stuttgart/Erfurt Stuttgart gewinnt drei Mal den "Faust"

Sergio Morabito (links) und Jossi Wieler und ihre "Fäuste". Foto: dpa
Sergio Morabito (links) und Jossi Wieler und ihre "Fäuste". Foto: dpa
DPA 12.11.2012
Der Theaterpreis "Der Faust" wurde in Erfurt vergeben: Die Staatstheater Stuttgart räumten drei Preise ab, darunter einen für die beste Opernregie.

Martin Kusej ist am Samstagabend in Erfurt als bester Regisseur (Schauspiel) mit dem Deutschen Theaterpreis "Der Faust" ausgezeichnet worden. Er erhielt den Preis für seine Inszenierung "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" am Bayerischen Staatsschauspiel in München. Burghart Klaußner wurde als bester Schauspieler gekürt, er gewann die renommierte Auszeichnung für seine Rolle als Willy Loman in "Der Tod eines Handlungsreisenden" am St. Pauli Theater Hamburg. Klaußner und Kusej konnten ihre Preise nicht selbst entgegennehmen.

Die meisten Preise gingen nach Hamburg und Stuttgart. Beim Musiktheater räumten die Stuttgarter ab. Mit ihrer Doppelinszenierung "Die glückliche Hand/Schicksal" konnte das Duo Jossi Wieler und Sergio Morabito (beste Regie) ebenso überzeugen wie Ana Durlovski (beste Sängerdarstellerin) in "Die Nachtwandlerin". Beide Produktionen stehen auf dem Spielplan der Oper Stuttgart. William Moore ("Das Fräulein von S.") holte zudem den "Faust" als bester "Darsteller Tanz" an das Stuttgarter Ballett.

Als bester Choreograf wurde bereits zum zweiten Mal Martin Schläpfer ("Ein Deutsches Requiem", Ballett am Rhein Düsseldorf/Duisburg) ausgezeichnet. Zwei Sonderpreise gab es: Der Dramatiker Tankred Dorst wurde mit seiner Frau Ursula Ehler für sein Lebenswerk geehrt. Der Preis des Präsidenten des Deutschen Bühnenvereins ging an den früheren Intendanten des Theaters Hebbel am Ufer, Matthias Lilienthal. Für den Theaterpreis waren 24 Künstler in acht Sparten nominiert. Die undotierte Ehrung wird vom Deutschen Bühnenverein vergeben. Die Preisträger wählte die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste aus.