Vorstellung der Strado Compagnia Danza Strazzeris Kaffee-Idee

Drei Tänzer und ein Kopf.
Drei Tänzer und ein Kopf. © Foto: Matthias Kessler
Ulm/Neu-Ulm / Henri Gallbronner 27.07.2018

Fünf Gastchoreografen hat Domenico Strazzeri dazu eingeladen, mit seiner Strado Compagnia Danza zu arbeiten. „Von Kopf bis Fuß“ ist der Titel des diesjährigen  Choreografenabends der Compagnie, der am 2. August Premiere feiern wird. „Die Idee dahinter ist, dass die Compagnie sich Inspiration holt für die eigenen abendfüllenden Produktionen“, erklärt Sabine Presuhn vom Stadthaus, das den Abend gemeinsam mit der Strado Compagnia Danza veranstaltet.

Auf das Thema ist Strazzeri gekommen, als er gerade beim Kaffeetrinken in der Stadt war: „Da habe ich die Passanten vorbeilaufen sehen, jeder in einer anderen Gangart“ – die wiederum vom Kopf gesteuert werde.

Die Choreografen haben laut Strazzeri alle eine „Greencard“ bekommen, können das Thema also völlig frei interpretieren. Für seinen eigenen Beitrag nahm er das mit den Köpfen und Füßen ziemlich wörtlich: Schaufensterpuppe Claudia musste herhalten, Extremitäten, Torso und Kopf wurden voneinander getrennt. Die Gliedmaßen fungieren nun als Teile von imaginären Tanzpartnern oder verschmelzen sogar mit den Tänzern, sodass man genau hinschauen muss, was Plastik und was echt ist.

Auch die Körper der realen Tänzer werden dem Publikum nicht komplett gezeigt. So treten Tänzerinnen mit verhülltem Haupt, aber bauchfrei auf, und Löcher in einer schwarzen Stellwand sorgen dafür, dass man von ansonsten verdeckten Tänzern nur die Arme sieht.

Die weiteren Choreografen des Abends haben fast alle einen Bezug zu Ulm und der Strado Compagnia Danza: Ricardo Fernando war vor kurzem mit dem Ballett des Theaters Augsburg bei „Ulm Moves!“ zu Gast, und mit Paolo Fossa kehrt ein ehemaliger Tänzer von Strazzeris Compagnie als Choreograf zurück. Auch Minka-Marie Heiß hat bereits mehrfach mit der Strado Compagnia Danza gearbeitet.

Lorenzo Ponteprimo ist gleich in doppelter Funktion im Einsatz: als Tänzer und Choreograf. In dem von ihm gestalteten Tanzstück befasst er sich mit dem Populismus: „Wir versuchen unsere Körper zu fragen, was Populismus ist, in welcher Beziehung er zur Kunst steht und was wir daraus folgern können“, erklärt der Heidelberger Choreograf seinen Ansatz.

Info Premiere hat der Tanzabend „Von Kopf bis Fuß“ am Donnerstag, 2. August, 20 Uhr, im Stadthaus. Bis zum 12. August gibt es noch acht weitere Vorstellungstermine. Karten gibt es im Stadthaus, auf www.ulmtickets.de oder unter der Telefonnummer 0172 6779984.

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