Konzert Stimmungsvolles Weihnachtskonzert im Ulmer Stadthaus

Andrea Fadani 19.12.2017

Einen stimmungsvollen Abend gestalteten die glänzend aufspielenden Streicher des Philharmonischen Orchesters Ulm im Stadthaus, das durch seine Fenster zudem einen Blick auf die weihnachtliche Atmosphäre vor dem Münster gewährte. Dieses Kammerkonzert des Theaters war eine gelungene musikalische Vorbereitung auf das Fest. Gleich am Anfang stand das berühmte Concerto grosso von Corelli. Der letzte Satz dieser Weihnachtsmusik, eine Pastorale mit einem wiegenden Siciliano-Rhythmus, erzeugt das idyllische Bild vom Leben der Hirten, die das Wunder der Geburt des Gottessohns verstehen.

Die Musiker zeigten eindrücklich, wie sehr diese Musik vom brillierendem Konzertieren zwischen der Solistengruppe – aus den Violinisten Constantin Micu und Andrea Staton, Karl-Heinz Gudat (Cello) und Alwina Meissner (Cembalo) – und dem Orchester – unter Leitung des Konzertmeisters Tamás Füzesi – lebt. Füzesi hatte allen Grund, den exzellenten Solisten aus dem eigenen Orchester zu danken.

Auch bei Telemanns Sonate in e-Moll zeigten die Streicher hohe Präzision bei rasenden Tempi: ein Hochgenuss! Glanzstück des Abends war die Streicherserenade von Tschaikowsky. Sie ist ein ungewöhnlich optimistisches Werk des sonst häufig von Selbstzweifeln heimgesuchten Komponisten, in dem alle vier Sätze in strahlendem Dur stehen. Die Streicher zelebrierten diese Musik mit großem Gestus und hoher Präzision. Dabei wurde die Musik transparent und wunderbar tänzerisch. Ein glanzvoller Abend der Streicher, die am Schluss das Lied „Stille Nacht“ mit dem singenden Publikum feierlich ruhig intonierten.