Staufen / DPA

Der in Zürich lebende Schriftsteller Thilo Krause hat den diesjährigen Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik erhalten. Die mit 10 000 Euro verbundene Auszeichnung würdige den 42-Jährigen für seinen im vergangenen Jahr im Literaturverlag Hanser erschienenen Gedichtband „Was wir reden, wenn es gewittert“, sagte eine Sprecherin der Jury bei der Preisverleihung am Mittwoch in Staufen bei Freiburg. Der in Dresden geborene Krause überzeuge mit einer starken Sprache und einem wachen Auge. Er beschreibe die alltäglichen Momente in einer Sprache, die nicht alltäglich sei. Sein Band sei eine herausragende Neuerscheinung des vergangenen Jahres.

Der Preis ist den Angaben zufolge einer der bedeutendsten für Lyrik im deutschsprachigen Raum. Er ist nach dem Lyriker Peter Huchel (1903-1981) benannt und wird seit 1984 jährlich am Geburtstag Huchels in Staufen vergeben. Huchel verbrachte seine letzten Lebensjahre in dem Ort, in dem er am 30. April 1981 starb. Stifter des Preises sind das Land Baden-Württemberg und der Südwestrundfunk (SWR). Die Jury, die über die Preisvergabe entscheidet, besteht den Angaben zufolge überwiegend aus Literaturkritikern und Autoren.

Bisher erhielten den Preis unter anderem Ernst Jandl, Durs Grünbein, Friederike Mayröcker, Thomas Kling und Nora Bossong. Vor einem Jahr war mit ihm der Schriftsteller Farhad Showghi ausgezeichnet worden.

Peter-Huchel-Preis

Peter-Huchel-Preis für Thilo Krause

Pressemitteilung zur Preisvergabe

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