Der Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück geht in diesem Jahr an den israelischen Diplomaten und Publizisten Avi Primor und an den palästinensischen Politiker Abdallah Frangi. Beide Preisträger stünden für den unbeirrbaren Einsatz für die Verständigung zwischen beiden Völkern, sagte der Osnabrücker Universitätspräsident Claus Rollinger als Vorsitzender der Jury. "Sie sind sehr gute Repräsentanten für Friedensinitiativen, die in der Region bitter nötig sind", betonte Rollinger. Der Preis ist mit 25 000 Euro dotiert.

Den Sonderpreis in Höhe von 5000 Euro bekommt die Initiative Exit-Deutschland, die Aussteiger aus der Neonazi-Szene unterstützt. Die Auszeichnungen werden am 15. November vergeben.

Primor war von 1993 bis 1999 israelischer Botschafter in Bonn. Frangi war viele Jahre lang Vertreter der PLO in Deutschland und ist heute persönlicher Berater von Präsident Abbas für außenpolitische Angelegenheiten. Er setzt sich für eine friedliche Zwei-Staaten-Lösung des Nahost-Konflikts ein

Der Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis wird seit 1991 alle zwei Jahre vergeben. Es werden sowohl belletristische, journalistische oder wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Frieden gewürdigt als auch beispielhaftes Engagement. Zu den Preisträgern gehören Lew Kopelew, Hans Magnus Enzensberger und Henning Mankell.