Rea Garvey: Neue Solo-CD "Pride"

CLI 07.05.2014

 Aber er hat dafür gewissermaßen seinen inneren Iren ausgebuddelt - und mithin die Musik gefunden, die sich zu seiner sanft-rockigen Stimme am besten macht. Die erwächst aus den Wurzeln des in Tralee geborenen Bewunderers von Seamus Heaney und Patrick Kavanagh. Einige der mit Produzent Andy Chatterley in Sigur Rós zum Tonstudio umgebautem isländischen Schwimmbad eingespielten Titel bergen durchaus das Potenzial des Reamonn-Hits "Supergirl" - "Cant Say No" etwa und "Catch Me When I Fall". Das autobiografische "Candlelight" hingegen nähert sich dem Traditional an, wenn auch mit Banjo ganz eigenständig umgesetzt. Wunderschön: "All That Matters", das Garvey mit Heather Nova zusammen schrieb und einsang. In der Amy-Winehouse-Ode "We All Fall Down" schließlich steht er auch zu seinen ganz dunklen Seiten.