Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) widmen dem Schweizer Maler Anton Graff (1736-1813) eine Sonderausstellung. Zugleich gibt die ab Mittwoch geöffnete Schau Einblick in die restauratorische Arbeit der SKD.

Gemälde wie das „Jugendliche Selbstbildnis“ von 1765 waren seit 2013 restauriert worden. Graff habe wie kein anderer die Porträtmalerei am Ende des 18. Jahrhunderts geprägt, sagte Kurator Roland Enke am Dienstag in Dresden. Als Dresdner Hofmaler habe Graff aber nicht nur Standesporträts gemalt, sondern auch Vertreter eines aufgeklärten Bürgertums.

Der aus Winterthur stammende Graff hatte sich mit dem „Jugendlichen Selbstbildnis“ in Dresden beworben und die Stelle des kurfürstlich-sächsischen Hofmalers erhalten. Trotz lukrativer Angebote etwa aus Preußen blieb er zeit seines Lebens am sächsischen Hof. Er hinterließ etwa 2000 Werke und porträtierte rund 1000 Menschen, darunter die wichtigsten Intellektuellen seiner Zeit. Die Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden besitzt etwa 50 Werke. In der aktuellen Schau sind 25 Ölgemälde zu sehen. Die Ausstellung ist bis 16. Juni geöffnet.

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