Bayreuth Polizei: Sicherheitsbedenken bei Mitarbeitern der Wagner-Festspiele

DPA 22.07.2016

Die Bayreuther Polizei hat gegenüber 35 Mitarbeitern der Bayreuther Festspiele Sicherheitsbedenken. „Wir haben die Personalien überprüft und haben dann die entsprechenden Empfehlungen ausgesprochen, diese Personen nicht im sicherheitsrelevanten Bereich einzusetzen“, sagte ein Sprecher der Polizei Oberfranken. Grund dafür seien Delikte der Betroffenen. „Es sind vorwiegend Gewaltdelikte, also keine Ladendiebstähle oder solch kleinen Dinge“, sagte der Polizeisprecher.

Die Empfehlungen der Polizei betreffen sowohl Mitarbeiter der Festspiele selbst als auch externe Arbeitnehmer wie zum Beispiel Wachleute. Die Festspiele „haben jetzt teilweise Akkreditierungen entzogen und teilweise nicht“, sagte deren kaufmännischer Geschäftsführer Holger von Berg. Die Entscheidungen seien aber nicht abhängig von den Delikten, die ihm auch gar nicht bekannt seien.

Wem die Leitung keinen Zutritt gewährt, sagte von Berg nicht – nur so viel: „Was unsere eigenen Mitarbeiter betrifft, bin ich im Gespräch mit dem Betriebsrat.“ Er sehe allerdings keinen akuten Handlungsbedarf.

Der bayerische Datenschutzbeauftragte Thomas Petri hatte die Zuverlässigkeitsprüfungen der Mitarbeiter des Festspielhauses kritisiert. Das Festspielhaus ist seit einigen Wochen eingezäunt. Wer es betreten will, braucht nach dem Sicherheitskonzept von Stadt und Polizei einen Sonderausweis.