Stuttgart Opernliebhaber Kretschmann verabschiedet Wieler

Jossi Wieler (l), Intendant der Oper Stuttgart, und Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: Sebastian Gollnow
Jossi Wieler (l), Intendant der Oper Stuttgart, und Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: Sebastian Gollnow © Foto: Sebastian Gollnow
Stuttgart / DPA 25.07.2018

Opernliebhaber Winfried Kretschmann (70), grüner Regierungschef von Baden-Württemberg, hat den scheidenden Stuttgarter Opernchef Jossi Wieler (66) als „genialen Regisseur“ gewürdigt. Er selbst habe Wieler immer wieder eine „emotionale Auffrischung“ im Politikeralltag zu verdanken. „Das berührt all unsere Sinne“, sagte Kretschmann, der das Opernhaus häufig besucht.

„Die Oper ist ein Sehnsuchtsort“, erklärte Kretschmann seine Leidenschaft. Sie sei die „Königin des Theaters“. „Man könnte jetzt als Schwabe auch sagen: Dadurch spart man sich was. Man muss nicht ins Konzert gehen und ins Theater und noch wohin. Man hat alles auf einmal“, sagte er.

Der Ministerpräsident und der Intendant trafen sich im Park vor der Oper zu einem Freiluft-Abschied für Wieler. Dabei zeigte Wieler auf einer großen LED-Wand Auszüge aus Inszenierungen seiner 25-jährigen Karriere an der Staatsoper, die als Regisseur damals unter dem ebenfalls anwesenden Ex-Intendanten Klaus Zehelein begonnen hatte.

Kretschmann ließ sich einen Ausschnitt aus „Alcina“ von Georg Friedrich Händel zeigen. Die Oper brachten Wieler und sein Dramaturg Sergio Morabito vor 20 Jahren auf die Bühne. „Das war solch eine Erotik, das war einfach unglaublich“, erinnerte sich der Politiker.

Nach sieben Spielzeiten als Intendant verabschiedet sich Wieler, um als freier Regisseur zu arbeiten. Angesichts des dringenden Sanierungsbedarfs des Opernhauses am Eckensee äußerte er einmal mehr den Wunsch nach einer passenden Interimsspielstätte. Die Oper wird für die bislang nicht festgelegte Zeit der Sanierung geschlossen.

Staatsoper

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