NOTIZEN vom 7. Januar

SWP 07.01.2012

Technik-Oscars

Oscars für Filmtechnik "made in Germany": Franz Kraus, Johannes Steurer und Wolfgang Riedel erhalten für Design und Entwicklung des Arri-Laser-Filmrecorders die begehrte Auszeichnung. Kassenschlager wie "Harry Potter" und "Der Herr der Ringe" wurden mit dem Laser hergestellt.

Preis für Senta Berger

Schauspielerin Senta Berger (70) bekommt den Kulturellen Ehrenpreis der Stadt München. Die Jury würdigte sie als vielseitige und brillante Schauspielerin. Sie gehöre zu den wenigen Schauspielern im deutschsprachigen Raum, "die man ohne Übertreibung einen Weltstar nennen darf". Sie sei eine der beliebtesten Darstellerinnen. "Mit ihrer einzigartigen Ausstrahlung wurde sie zu einer filmischen Botschafterin Münchens."

Ausstellung: Karl Mays Haft

Heuer jährt sich der Todestag Karl Mays zum 100. Mal. Eine Ausstellung im Zwickauer Robert-Schumann-Haus erinnert jetzt an Mays Zwickauer Haftjahre von 1865 bis 1868. Der Erfinder von Winnetou und Old Shatterhand saß wegen Schwindeleien und mehrfachen Betrugs im Arbeitshaus Schloss Osterstein ein. Für die spätere schriftstellerische Karriere sei der Aufenthalt von entscheidender produktiver Bedeutung gewesen, hieß es. Der spätere Schriftsteller las viel in der Gefangenenbibliothek und entwickelte bereits Ideen für eigene literarische Stoffe.

Eve Arnold gestorben

Ihre Fotos von Marilyn Monroe gingen um die Welt: Die amerikanische Fotografin Eve Arnold ist im Alter von 99 Jahren gestorben. Durch ihre Fähigkeit, Vertrauen und Freundschaft von gefeierten Stars zu gewinnen, produzierte Arnold im Lauf ihrer Karriere eine Vielzahl sehr privater Fotos. Unter anderem standen Marlene Dietrich, Joan Crawford, Isabella Rossellini und Malcolm X vor ihrer Kamera.

Eines ihrer bekanntesten Bilder zeigt Marilyn Monroe, wie sie mit ihrem damaligen Ehemann Arthur Miller aus dem Dunkel eines Nachtclubs ins Weiß des Scheinwerferlichtes tritt. Auf einem anderen ist die Monroe am Set von "Misfits - Nicht gesellschaftsfähig" ins Lesen vertieft.

Polen erinnert an Korczak

Mit einer Festveranstaltung hat in Warschau das Janusz-Korczak-Jahr begonnen. Zahlreiche Veranstaltungen sollen dabei an Leben und Werk des Humanisten, Pädagogen und Arztes erinnern. Korczak ist international vor allem für sein bereits 1912 gegründetes Waisenhaus bekannt - und die Entscheidung, die jüdischen Kinder in die Gaskammern des Vernichtungslagers Treblinka zu begleiten.