NOTIZEN vom 5. Januar

SWP 05.01.2012

Wittelsbacher in Mannheim

Nach dem großen Erfolg der Stauferausstellung wollen die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen 2013 die Geschichte eines weiteren berühmten Herrschergeschlechts präsentieren. Die Schau "Die Wittelsbacher am Rhein. Die Kurpfalz und Europa" soll vom 8. September 2013 bis 2. März 2014 Geschichte, Kunst und Kultur der Wittelsbacher Pfalzgrafen und Kurfürsten dokumentieren, wie die Museen am Mittwoch mitteilten. Die Wittelsbacher, oft nur als bayerisches Herrschergeschlecht wahrgenommen, regierten die Pfalz fast 600 Jahre ununterbrochen. Die Schau "Die Staufer und Italien" sahen 2010/2011 mehr als 236 000 Besucher.

Skandalbilder von Baselitz

Seit Jahren nicht öffentlich gezeigte Werke aus der frühen Phase des Malers Georg Baselitz werden vom 4. Februar an in der Villa Schöningen in Potsdam präsentiert. Für die Ausstellung habe der Künstler persönlich Stücke ausgewählt, teilte das Haus mit. Die Schau steht unter dem Titel "Baselitz aus der Sammlung Baselitz - Die Berliner Jahre" und ist bis zum 1. August zu sehen. Unter den 21 Werken sind zwei Bilder, die Baselitz eine Anklage einbrachten, weil er "unzüchtige Darstellungen" an Orten ausstellte, die "dem Publikum zugänglich waren". 1963 wurden während seiner ersten Einzelausstellung am Berliner Kurfürstendamm "Die große Nacht im Eimer" und "Der nackte Mann" von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt.

Greene verlor knapp

Der britische Autor Graham Greene hat 1961 nur knapp den Literaturnobelpreis verpasst. Wie bislang geheime Protokolle der Sitzungen der Schwedischen Akademie belegen, stand sein Name damals auf Platz zwei. Die Zeitung "Sydsvenska Dagbladet" zitierte aus den Dokumenten.

Bis zu seinem Tod 1991 galt Greene ("Der dritte Mann") als heißer Anwärter auf den Literaturnobelpreis. Bekommen hat er ihn nie. Die Schwedische Akademie, die die Preisträger auswählt, hält Dokumente über ihre Entscheidungen 50 Jahre geheim.