NOTIZEN vom 28. Dezember 2013

SWP 28.12.2013

Schenkung an Bayern

Der Freistaat Bayern übernimmt zum 1. Januar 2014 offiziell die ihm von der Mäzenin Ingvild Goetz überlassene Kunstsammlung. Dazu gehören das Sammlungsgebäude in München wie auch ein bedeutender Teil der Sammlung Goetz selbst, wie das Kunstministerium gestern mitteilte. Die Exponate würden nicht nur im eigenen Museum zu sehen sein, sondern stünden auch anderen Häusern wie der Pinakothek der Moderne und dem Neuen Museum Nürnberg als Leihgaben zur Verfügung. Die Sammlung Goetz gilt als eine der besten Privatsammlungen der Gegenwartskunst weltweit. Die von Ingvild Goetz in 40 Jahren aufgebaute Sammlung umfasst rund 4700 Kunstwerke. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Medienkunst.

Kulturrat warnt

Der Deutsche Kulturrat in Berlin hat erneut zahlreiche kulturelle Angebote für 2014 als "gefährdet" eingestuft und sie auf die Vorwarnliste der "Roten Liste bedrohter Kultureinrichtungen" gesetzt. Kürzungen drohen unter anderem zahlreichen Einrichtungen im nordrhein-westfälischen Krefeld, wie der Kulturrat gestern mitteilte. Nach Angaben des Kulturrates soll zudem das Fernsehballett des öffentlich-rechtlichen Rundfunks seinen Betrieb Ende März 2014 wegen Auftragsmangels einstellen.

Frédéric Back tot

Der aus Saarbrücken stammende zweifache Oscar-Preisträger Frédéric Back (89) ist tot, der Filmemacher starb in Montreal. Back wurde 1924 in Saarbrücken geboren, als junger Mann wandete er 1948 nach Kanada aus. Er lehrte erst an der Kunstschule von Montreal, ging dann zum staatlichen Sender Radio-Canada. 1982 gewann er einen Oscar für seinen animierten Kurzfilm "Crac!", die Geschichte eines Schaukelstuhls. 1987 kam der zweite Oscar für "Lhomme qui plantait des arbres", die Geschichte eines Mannes, der zur Bewahrung einer Landschaft unbeirrt Bäume pflanzt. Back war engagierter Umwelt- und Tierschützer.

Pilgerroute entdeckt

In Irland haben Archäologen eine rund 1000 Jahre alte Pilgerroute auf der Atlantikinsel Caher entdeckt. Laut "Irish Times" ist die bogenförmige Strecke am südlichen und westlichen Rand der Insel durch eine Reihe von steinernen Altären markiert. Diese habe man durch Archivmaterial, Luftaufnahmen und Ausgrabungen identifiziert. Bis heute pilgern jährlich zahlreiche Menschen am 15. August zum Fest Mariä Himmelfahrt auf dem Seeweg auf die unbewohnte Insel, deren Name "Stadt der Heiligen" bedeutet.

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