NOTIZEN vom 2. Mai

Der Haarschnitt stimmt: Matthias Richling setzt derzeit auf eine Kretschmann-Parodie.
Der Haarschnitt stimmt: Matthias Richling setzt derzeit auf eine Kretschmann-Parodie.
SWP 02.05.2012

Im Osten was Neues

Mit einem großem Kulturvolksfest unter dem Motto "Im Osten was Neues" sind gestern in Recklinghausen die 66. Ruhrfestspiele eröffnet worden. Das traditionsreiche Festival widmet sich diesmal dem russischen Theater mit bedeutenden Autoren wie Puschkin, Tschechow, Tolstoi oder Dostojewski. Auf dem Programm der zwölf Spielstätten stehen 80 Produktionen und 266 Aufführungen. Die Spannweite reicht von Verwechslungskomödien über bissige Satire bis zu melancholischen Liebesgeschichten und historische Epen. Außerdem gibt es Lesungen, Kabarett und Musik. Am 16. Juni enden die diesjährigen Ruhrfestspiele mit einem Konzert von BAP.

Ehrung für Richling

Der Kabarettist Mathias Richling erhält den diesjährigen Kleinkunst-Ehrenpreis Baden-Württemberg. Dem 59-jährigen Stuttgarter werde die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung für seine scharfzüngigen Politanalysen und Politikerparodien zugedacht, teilte die Jury mit. Richling erhalte den Preis am 24. Mai in der Stuttgarter Kleinkunstbühne "Rosenau" aus den Händen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Es treffen dann Original und Fälschung aufeinander: Mit einer Kretschmann-Parodie hatte Richling in den vergangenen Monaten reüssiert."VOLKSDAMPF"]

Finale der Kurzfilmtage

Mit der Prämierung der besten Kurzfilme sind am Dienstagabend die 58. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen zu Ende gegangen. Im internationalen Wettbewerb erhielt der Beitrag "Snow Tapes" des israelischen Künstlers Michael Zupraner den mit 7500 Euro dotierten Großen Preis der Stadt Oberhausen. Zupraner zeige mit seiner Arbeit über eine palästinensische Familie in Hebron im Westjordanland ein besonders Gespür für politische Dringlichkeit und Komplexität, die fern eindimensionaler Darstellungen sei, begründete die Jury. Die beiden Hauptpreise im internationalen Wettbewerb mit jeweils 3500 Euro Preisgeld gingen an Beiträge aus den Niederlanden und den USA.