NOTIZEN vom 17. August

In einem Spot wirbt Heide Makatsch für die Finanztransaktionssteuer.
In einem Spot wirbt Heide Makatsch für die Finanztransaktionssteuer.
SWP 17.08.2012

Spirituell aufgewertet

Der Esslinger Glaskünstler Bernhard Huber hat den Altarraum der Oberesslinger Versöhnungskirche im Evangelischen Kirchenbezirk Esslingen neu gestaltet. Die Kirche sollte vier Jahrzehnte nach ihrer Erbauung mit der künstlerischen Bearbeitung spirituell aufgewertet werden, teilte der Kirchenbezirk gestern mit. Bereits 2004 hatte Huber ein künstlerisches Gesamtkonzept für die historische Oberesslinger Martinskirche umgesetzt.

Lohrer im Porsche-Museum

Er hat ein Jagdgewehr neben einen Sportwagen gestellt, um mehr Autos zu verkaufen: Mit einer Sonderausstellung würdigt das Porsche-Museum vom 4. September an die Arbeit des Malers und Plakatkünstlers Hanns Lohrer. Der 1995 gestorbene Stuttgarter prägte in den 1950er und 1960er Jahren die Werbung und das Erscheinungsbild der Sportwagenmarke. Bis zum 4. November sollen rund 40 Plakate sowie 30 Entwürfe von Lohrers Arbeiten zu sehen sein, wie das Unternehmen gestern mitteilte.

Adolf als Minigolf-Figur

Eine Minigolf-Statue von Adolf Hitler sorgt in Großbritannien für Diskussionen: Während ein jüdischer Verband sie als geschmacklos kritisiert, heißt es von der Galerie, die sie ausstellt, es handele sich um eine Persiflage. Die Hitler-Statue ist Teil einer Ausstellung von insgesamt neun Figuren, die wie die Bahnen und Ziele auf einem Minigolfplatz angelegt sind und von den Besuchern auch wirklich bespielt werden können. Geht der Ball durch das Loch an der Figur, hebt sich deren Arm wie zum Hitler-Gruß.

Bregenz: Weniger Besucher

Die Bregenzer Festspiele haben 2012 weniger Besucher angelockt als im Jahr zuvor. Wenn am morgigen Samstag die letzten Töne der Oper "Andrè Chénier" auf der spektakulären Seebühne verklungen sind, werden rund 147 000 Besucher das Opern- und Musikfestival am Bodensee erlebt haben, berichtete die Festspielleitung gestern. Im Jahr zuvor waren rund 166 000 Gäste gekommen.

Für Transaktionssteuer

Schauspielerin Heike Makatsch (41) setzt sich in einem satirischen Oxfam-Filmspot für die Einführung der Finanztransaktionssteuer ein. Sie spielt in dem Kurzfilm die Ehefrau eines Bankers, die ihren zeternden Mann zur Entbindung der Steuer in die Klinik bringt - symbolisch für die nach den Worten der Hilfsorganisation Oxfam so "schwere Geburt für eine so kleine Steuer von 0,05 Prozent auf alle Finanzgeschäfte." Richtig eingesetzt im Kampf gegen weltweite Armut und Klimawandel habe jedoch auch "dieser Winzling" das Potenzial, die Welt zu verändern. Bereits zum zweiten Mal nach 2009 engagierte sich Makatsch als Kurzfilm-Darstellerin für die Finanztransaktionssteuer.