Konzert Nickelbacks Maschine schwitzt

Stuttgart / abo 06.06.2018

Es wird eine heiße Show. Das weiß Chad Kroeger von Nickelback nach dem ersten Song: „It’s going to be a hot one!“ Das liegt aber nicht nur am schwülen Klima in der halb gefüllten Schleyerhalle, sondern auch an der kanadischen Band. Die Vier sind eine gut geölte Rock-Maschine, der Titelsong des aktuellen Albums „Feed The Machine“ gibt die Fahrtrichtung vor.

Nickelback, das sind seit gut 20 Jahren vor allem die von der coolen Musikwelt hassgeliebten Halbbrüder Kroeger: Chad mit der mächtig rauen Stimme und dem kernigen Gitarrensound sowie Mike mit dem knackigen Bass. Dazu kommen Gitarrist Ryan Peake und Schlagzeuger Daniel Adair. In Deutschland kommt ihr Post-Grunge und Cross­over-Sound gut an, zumal sie wieder „neue bad German words“ gelernt haben, etwa „geile Scheiße“. Ansonsten heißt es „Prost!“ mit Jägermeister-Redbull. Nicht nur Musik ist eben Geschmackssache.

Zwei Stunden lang gibt es Alternative-Rumpler wie „Woke Up This Morning“, hymnische Mitgröl-Nummern wie „Photograph“, auch mal eine Ballade wie „Lullaby“. Die Nummer „Rockstar“, dargeboten mit dem Sangeskumpel Scott aus Highschoolzeiten und Tatjana aus dem Publikum, wird zum Running Gag, klingt aber trotzdem wie von Bon Jovis Resterampe. Dafür entschädigt „Trying Not To Love You“, und der Superhit „How You Remind Me“ bringt die Fan-Masse endgültig zum Kochen. Die Zugaben wie „Burn It To The Ground“ holen dann die letzten Schweißtropfen heraus.

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