Stuttgart Neue Pläne für Interimsoper in Stuttgart im Beratungsgremium

Das Opernhaus in Stuttgart (Baden-Württemberg), im Abendlicht. Foto: Bernd Weissbrod/Archiv
Das Opernhaus in Stuttgart (Baden-Württemberg), im Abendlicht. Foto: Bernd Weissbrod/Archiv © Foto: Bernd Weissbrod
Stuttgart / DPA 05.11.2018

Knapp drei Wochen nach Bekanntwerden neuer Vorschläge für die dringend nötige Sanierung der Stuttgarter Oper berät der Verwaltungsrat des Staatstheaters das weitere Vorgehen. Die Vertreter von Stadt, Land und Theater wollen an diesem Montag über die nächsten Schritte informieren. Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) hatte Mitte Oktober ein Gutachten vorgestellt, das Möglichkeiten für eine Ausweichspielstätte während der Sanierung untersucht. Dabei favorisierte eine Taskforce der Stadt ein Baufeld an der Wagenhalle in der Nähe des Stuttgarter Nordbahnhofs. Im günstigsten Fall würde die Lösung 89 Millionen Euro kosten.

An dem Standort befindet sich allerdings derzeit eine von Künstlern genutzte Container-City. Sie müsste einem Interimsbau für die Oper weichen. Kunstministerin Theresia Bauer (Grüne) hatte nach der Präsentation des Gutachtens mitgeteilt, dass eine Lösung nahe sei. Der geschäftsführende Intendant des Theaters, Marc-Oliver Hendriks, hatte die Initiative der Stadt zwar begrüßt. Allerdings wollte das Theater noch prüfen, ob alles Erforderliche berücksichtigt ist.

Die Gutachter hatten insgesamt 17 Standorte analysiert, darunter einen geeigneten an der Messe. Das auch vom international gefeierten Stuttgarter Ballett genutzte Opernhaus ist gut 100 Jahre alt. Es muss dringend saniert werden. Möglich wäre es nach Darstellung des Stuttgarter Hochbauamts, dass die erste Spielzeit 2024 in der Übergangsspielstätte über die Bühne geht. Betroffen von einem Umzug sind rund 1400 Mitarbeiter des Staatstheaters. Die Gesamtkosten werden auf mehrere 100 Millionen Euro geschätzt.

Staatstheater Stuttgart

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